Die Stadtwerke Augsburg (swa) und der kommunale Glasfaseranbieter M-Net starten in der Fuggerstadt die zweite große Ausbauoffensive für Glasfaser. Dabei erhalten insgesamt zwölf bestehende Stadtgebiete sowie vier Neubaugebiete laut Pressemitteilung "hochmoderne Telefon- und Internetanschlüsse" – größtenteils bis in die Wohnung oder ins Büro. Die Erschließung der rund 1.500 Gebäude erfolgt in mehreren Ausbau-Abschnitten.
Die Datenübertragungsraten der neu angeschlossenen Haushalte werden im Gigabitbereich liegen. Insgesamt werden rund 11.000 private Haushalte sowie knapp 1.500 Gewerbeeinheiten an das Breitbandfestnetz von M-Net angeschlossen. Die swa sind Gesellschafter der M-Net und arbeiten mit dieser bereits seit 2006 zusammen. Bis jetzt haben die beiden Partner bereits rund 19.000 Wohn- und Gewerbeeinheiten ans Glasfasernetz angeschlossen, nach Abschluss der zweiten Ausbaustufe steigt der Anteil in Augsburg auf über 32.000 Wohneinheiten.
Optimierte Ausbaustrategie
"Die Städte sind im Wettbewerb um Bürger, Gewerbe und Industrie. Ein großes Thema ist dabei die digitale Infrastruktur", sagte Alfred Müllner, Geschäftsführer der Stadtwerke Augsburg, beim Neujahrsempfang von M-Net, an dem die Ausbauoffensive vorgestellt wurde. Ziel sei es, Augsburg zu einer modernen und lebenswerten Stadt mit Vorbildcharakter zu machen. "Der urbane Lebensraum um uns herum wird smarter und nachhaltiger, indem wir Aktivitäten und Leistungen bei Energie, Mobilität und Telekommunikation weiter vernetzen und digitalisieren", erklärte Müllner.
Um das Ausbauprojekt wirtschaftlich zu gestalten, setzen die Beteiligten auf eine optimierte Ausbaustrategie. Sie basiert auf einem Gutachten der Stadt Augsburg zur Wohn- und Gewerbeflächenentwicklung sowie auf Analysen zur Wohndichte in den Ausbaugebieten. Des Weiteren werden Synergieeffekte im Zuge von Erschließungsmaßnahmen genutzt. Die swa haben laut Müllner einen sehr hohen Marktanteil in Augsburg, aber nicht das größte Netz.
Viel Lob für die M-Net
Die Arbeitsteilung zwischen den swa und M-Net ist bei dem eigenwirtschaftlichen Ausbauprojekt klar geregelt: die Stadtwerke verlegen die Leitungen und sorgen für den Aufbau der passiven Infrastruktur, der Glasfaseranbieter M-Net bespielt diese mit seinen Telekommunikations-Dienstleistungen. "Das Engagement bei M-Net lohnt sich für uns nicht nur strategisch, sondern auch finanziell. Die Veränderungsgeschwindigkeit und die Konsequenz mit der M-Net seinen wirtschaftlichen Erfolg ausbaut, sind eindrucksvoll", lobte Müllner bei seinem Grußwort bei dem M-Net-Empfang in München.
M-Net wächst weiter
Laut Angaben von M-Net-Chef Nelson Killius ist das Ergebnis und die Kundenzahl des Glasfaseranbieters im vergangenen Jahr signifikant gewachsen, das Unternehmen gewinne Marktanteile. Die Zahl der Glasfaserkunden stieg um 16 Prozent. 80 Prozent der neuten Glasfaserkunden wählen die schnellstmögliche Bandbreite. "Unsere Kunden sind richtig süchtig nach Bandbreite", so Killius scherzhaft. Die Zahl der Kundenverträge liegt bei rund einer halben Million. (Einen Artikel über den neuen Glasfaserring der M-Net lesen Sie hier.) (hoe)
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