Mit der Schnittstelle beider Portale werden mehr Informationen effizienter aufbereitet und dargestellt.

Mit der Schnittstelle beider Portale werden mehr Informationen effizienter aufbereitet und dargestellt.

Bild: © CSschmuck/AdobeStock

Die Genossenschaft Bundesweites Informationssystem zur Leitungsrecherche (BIL eG) und die Bundesnetzagentur (BNetzA) kooperieren: Die BIL bringt hierbei ihr Leitungsauskunftsportal ein, die BNetzA ihren Infrastrukturatlas. Bundesweit sollen geplante und laufende Bauarbeiten über das BIL-Portal zentral dargestellt werden, um so den Glasfaserausbau zu beschleunigen, teilt die Behörde mit.

Der Vorstand der BIL eG, Jens Focke ergänzt: "Wir stellen die relevanten Bauanfragedaten bereit und leisten damit einen wertvollen Beitrag zur Digitalisierung des Planungsprozesses im Zuge des Breitbandausbaus."

Wie unterstützen Informationen über Bauarbeiten den Breitbandausbau?

Um den Ausbau des Breitbands zu initiieren und zu koordinieren, benötigen die deutsche Bauwirtschaft sowie planende Instanzen Geoinformationen über bestehende Infrastrukturen und Bauarbeiten an öffentlichen Versorgungsnetzen. Mit dem Infrastrukturatlas betreibt die Behörde das zentrale Planungs- und Informationstool, um Mitnutzungsmöglichkeiten von Infrastrukturen und Bauarbeiten im Breitbandausbau aufzuzeigen. Unternehmen und Gebietskörperschaften nutzen die gesammelten Daten von über 3500 Netzbetreibern.

Die BIL ist eine nicht kommerzielle Genossenschaft mit dem Ziel, Auskünfte über die Leitungen vieler Betreiber zu vermitteln, um Bauschäden an den Netzen ihrer Mitglieder zu vermeiden. Die Leitungsauskunft nimmt über ihr Online-Portal Planungs- und Bauanfragen entgegen. Sie hilft dem Nutzer dabei, alle in Deutschland bekannten Netz- und Leitungsbetreibern zu identifizieren, die durch seine geplante Maßnahme potentiell geschädigt werden könnten.

Welche Synergien werden erzeugt?

Die Kooperation zwischen Infrastrukturatlas und BIL schafft Anfragenden des BIL Portals eine Möglichkeit, ihre Planungs- und Bauanfrage auch im Infrastrukturatlas darstellen zu können. Diese Informationen können die Nutzer des Infrastrukturatlas nutzen, um Bauarbeiten und Mitverlegung von passiven Infrastrukturen sowie Glasfaserkabeln zu koordinieren.

Bis zum Sommer 2021 soll dies über eine technische Schnittstelle zwischen den beiden Portalen realisiert werden. Bereits jetzt verweist der Infrastrukturatlas auf seiner Homepage im Bereich Bauarbeiten auf das BIL Portal zur Einholung von Leitungsauskünften. Das BIL Portal hingegen informiert seine Nutzer über die Möglichkeit, ihre geplanten Baumaßnahmen im Infrastrukturatlas zu veröffentlichen.

Veröffentlichungspflicht wird automatisch nachgekommen

Ein Vorteil ist, dass der BIL Anfragende somit automatisch seiner Veröffentlichungspflicht im Infrastrukturatlas nachkommt, falls er als Versorgungsnetzbetreiber zeitgleich Anfragen von Telekommunikationsnetzbetreibern zu seinen geplanten Bauarbeiten erhält. (gun)

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