Die GVG Glasfaser, ein Kieler Glasfaseranbieter, hat am Dienstag angekündigt, die Zusammenarbeit mit der Deutschen Giga Access mit sofortiger Wirkung zu beenden. Davon betroffen seien sämtliche Kooperationsprojekte der beiden Unternehmen in den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Die GVG ist nicht der erste Geschäftspartner, der mit dem Glasfaserbetreiber Schluss macht.
Vor wenigen Wochen berichtete die Stuttgarter Zeitung, dass sich neun Städte in den baden-württembergischen Landkreisen Ludwigsburg, Esslingen und Rems-Murr von der Giga Access trennen, nachdem der vereinbarte FTTH-Ausbau nicht erfolgt war. Ähnlich wie die Kommunen im Südwesten schloss auch die GVG Glasfaser aus Kiel im Jahr 2022 einen Kooperationsvertrag mit dem Betreiberunternehmen.
Deutsche Giga Access verkaufte sechs Netze Anfang des Jahres
Die Deutsche Giga Access war im Rahmen der Zusammenarbeit für Planung, Bau und Betrieb von FTTH-Glasfasernetzen zuständig. Die GVG übernahm mit ihrer Marke "teranet" die Verantwortung für die Vermarktung sowie das künftige Endkundengeschäft.
Nachdem die Vermarktung in den Ausbaugebieten im Süden und Westen bereits erfolgreich abgeschlossen ist und die Vorhaben laut GVG weiter realisieren werden sollen, führt das Unternehmen nun bereits Gespräche mit neuen potenziellen Ausbaupartnern. Hierfür werde auch der enge Schulterschluss mit den betroffenen Kommunen gesucht, um individuell bestmögliche Lösungen zu finden. Die Deutsche Giga Access wiederum hat zu Beginn dieses Jahres sechs ihrer Glasfasernetze an die Westconnect verkauft. Das Glasfaserunternehmen, an dem zu 50 Prozent die Westenergie beteiligt ist, hat sich auf den eigenwirtschaftlichen Ausbau in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz spezialisiert. Die sechs Netze der Giga Access führen zu rund 20.000 Wohneinheiten. (lm)



