Die Deutsche Telekom plant in Berlin eine Mio. Glasfaser-Anschlüsse bis Ende 2027 zu realisieren. Das Unternehmen unterzeichnete dazu am Mittwoch eine Absichtserklärung mit dem Senat, wie ein Telekom-Sprecher in Berlin mitteilte. Darin sichere die Telekom die nötigen Investitionen zu, das Land Berlin verpflichte sich, die Rahmenbedingungen für den Ausbau zu schaffen. Bereits in diesem Jahr sollen die ersten rund 40.000 Glasfaseranschlüsse entstehen. Laut der Deutschen Telekom werden 2021 dafür fast 27 Mio. Euro investiert.
Gleichzeitig hat das Telekommunikationsunternehmen angekündigt, zusammen mit der Bahn die Funklöcher zu schließen: Das gesamte Streckennetz soll bis Ende 2026 lückenlos mit dem Mobilfunknetz versorgt werden. Die 7800 Kilometer langen Hauptverkehrsstrecken, auf denen alle ICE-Züge sowie die wichtigsten IC fahren, will die Telekom bis Ende 2024 durchgängig mit einer Datenrate von mehr als 200 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) versorgen. Mit dieser Geschwindigkeit sollen dann bis Ende 2025 auch die 13.800 Kilometer "fahrgaststarker Strecken" bedient werden. Gemeinsam investieren beide Unternehmen einen dreistelligen Millionenbetrag, um diese Ziele umzusetzen.
3. Ausbaustufe bis Ende 2026: Regionalstrecken
Die dritte Ausbaustufe bis Ende 2026, die von Bahn und Telekom vereinbart wurde, umfasst die 11.800 Kilometer langen Regionalstrecken, die rund ein Drittel des gesamten Streckennetzes der Bahn ausmachen. Hier will die Deutsche Telekom mindestens 100 Mbit/s bereitstellen. Auf einigen Regionalstrecken werden damit die Fahrgäste zum ersten Mal überhaupt Empfang haben. In den kommenden Jahren soll die Versorgung dann kontinuierlich dem jeweiligen Stand der Technik angepasst werden.
Das gesamte Schienennetz aller Eisenbahnen in Deutschland umfasst nach Angaben der Allianz pro Schiene derzeit eine Streckenlänge von rund 38.400 Kilometer. (gun/dpa)



