Kein Anschluss unter dieser Nummer: Standardisierte Kommunikation ist unerlässlich beim Glasfaserausbau

Kein Anschluss unter dieser Nummer: Standardisierte Kommunikation ist unerlässlich beim Glasfaserausbau

Bild: © RioPatuca Images/AdobeStock

Die Stadtwerke Lauterbach werden in den kommenden Jahren das Glasfasernetz in ihrer Kommune flächendeckend ausbauen. Schon bis Weihnachten sollen die ersten 70 Haushalte an die neue Breitbandversorgung angeschlossen werden. Das Projekt stieß bei der ersten Informationsveranstaltung vor Ort auf "sehr großes Interesse und auch die ersten Hausanschlussverträge wurden bereits abgeschlossen", heißt es in einer Pressemitteilung von TktVivax.

Das Beratungsunternehmen ist Partner der Stadtwerke bei der Umsetzung. "Schnelles Internet ist für unsere Region der zentrale Standortfaktor für die Zukunft. Deswegen bauen wir eigenwirtschaftlich aus", erklärt Heike Habermehl, Geschäftsführerin der Stadtwerke Lauterbach. Parallel mit den begonnenen Vorarbeiten für den Ausbau werden jetzt mit Unterstützung des Partners die weiteren Ausbau-Cluster festgelegt und der Fahrplan für die nächsten Netzbaumaßnahmen erstellt. Damit steht bis Jahresende fest, in welcher Reihenfolge die mehr als 5200 Hausanschlüsse in Lauterbach an das Glasfasernetz angeschlossen werden.

Eigene Breitband-Produkte sind in der Schmiede

Bis dahin sollen auch die Preise und Produkte für Internetanschlüsse, Telefonie und Internetfernsehen definiert sein, damit die Stadtwerke zügig in die Vermarktung des Netzes einsteigen können. "Wir werden unseren Kunden hier ausgesprochen attraktive Angebote für lichtschnelles Internet, Telefonie und IPTV machen, die gegenüber den großen Anbietern absolut konkurrenzfähig sein werden", betont Habermehl.

Auch die für die Versorgung notwendigen digitalen Prozesse werden vorbereitet: Dazu gehört ein neues Internetportal, über das alle Anfragen, Bestellungen sowie der Service online abgewickelt werden. Die Verwaltung des Netzes und der Kunden sowie der Abrechnung wird zunächst als Full-Service über die TktVivax Group abgewickelt. "Auf diese Weise sind wir auch hier sofort arbeitsfähig, ohne ein aufwändiges IT-Projekt umsetzen und die entsprechenden Fachkräfte einstellen zu müssen", erörtert die Geschäftsführerin. Das dabei eingesetzte Breitband-Managementsystem DICLINA sei ein Standardprodukt, sodass es zu einem späteren Zeitpunkt diesen Prozess jederzeit auch in das eigene Haus überführt werden könnte.

Um den Eigenanteil der Stadtwerke an den Investitionen in das neue Netz zu senken, wird derzeit geprüft, unter welchen Voraussetzungen und in welcher Höhe das Projekt mit öffentlichen Mitteln gefördert werden kann. Denn seit diesem Jahr ist dies auch für kommunale Eigenbetriebe möglich. (gun)

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