Nun kommt schnelles Internet auch in die Region zwischen Penzlin und Kratzeburg. Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte hat jetzt mit der neu-medianet GmbH, der Tochtergesellschaft der Neubrandenburger Stadtwerke, den Vertrag für den Breitbandausbau im Projektgebiet MSE 24_23 geschlossen. Er umfasst die Stadt Penzlin sowie die fünf Gemeinden Ankershagen, Hohenzieritz, Klein Vielen, Kratzeburg und Möllenhagen. Im Rahmen der "Förderung zur Unterstützung des Breitbandausbaus in der Bundesrepublik Deutschland" erhält das Tochterunternehmen für den Aufbau einer hochmodernen Glasfaser-Infrastruktur 16,9 Mio. Euro, teilten die Stadtwerke mit.
Damit werden bis zum Sommer 2022 insgesamt 201 Kilometer unterirdischer Rohrtrassen errichtet und 411 Kilometer Glasfaserkabel verlegt. Rund 3800 Privathaushalte und Unternehmen sowie drei Schulen erhalten Zugang zu Highspeed-Internet und Telefonie. Der Landkreis ist als Koordinator für insgesamt 18 Projektgebiete in der Mecklenburgischen Seenplatte tätig.
Aller guten Dinge sind fünf
Für die neu-medianet ist es nach dem Zuschlag für die Projektgebiete MSE 22_10 (Stavenhagener Land), MSE 24_25 (östliches Umland von Neubrandenburg), MSE 24_21 (Friedländer Umland) und MSE 24_22 (zwischen Altentreptow und Wulkenzin) der nunmehr fünfte Vertrag zum Ausbau der Glasfaserinfrastruktur in der Region.
Damit hat das Tochterunternehmen die Verantwortung für alle Gebiete rund um Neubrandenburg erhalten. "Für uns schließt sich der Kreis. Wir haben uns gezielt für diese Regionen beworben, weil wir dort als Anbieter von Trinkwasser, Strom und Gas, aber auch als Entsorger zu einem großen Teil bereits bekannt sind", sagte der Vorsitzende der Neubrandenburger Stadtwerke, Ingo Meyer, anlässlich der Vertragsunterzeichnung. Er ist zugleich Geschäftsführer der neu-medianet.
Voraussichtlicher Baustart 2020
Nach der Vertragsunterzeichnung geht es jetzt für die Mitarbeiter in die Feinplanung des Breitbandausbaus im Umland von Penzlin. Dann werden zunächst Ämter und Gemeinden informiert. Genaue Auskünfte zu Bauarbeiten und Anschlussmöglichkeiten in den einzelnen Orten folgen dann nach und nach auch in zahlreichen Einwohnerversammlungen. Mit dem Baustart wird für März 2020 gerechnet.
Insgesamt versorgen die Stadtwerke in Neubrandenburg und den Umlandgemeinden aktuell 38.000 Haushalte mit Fernsehen, Internet und Telefon. Die hochmoderne Glasfaser-Technologie lässt künftig nahezu unbegrenzte Bandbreiten ohne Geschwindigkeitsverlust auch über große Entfernungen zu. Die Stadtwerke bieten derzeit im Haushaltsbereich Übertragungsraten bis zu 300 Mbit/s an und im Gewerbekundenbereich bis zu einem Gbit/s. (ab)



