95 Prozent der Einwohner in den 98 Mitgliedsgemeinden des Zweckverband Breitbandversorgung Steinburg (ZVBS) können über das zukunftssichere Glasfasernetz surfen. "Steinburg ist einer der ersten Landkreise Deutschlands, der nahezu flächendeckend mit der Glasfasertechnik versorgt ist", resümiert Volker Haack, Vorsteher des ZVBS.
Seit 2014 haben die Stadtwerke Neumünster 98 von 111 Kommunen des Landkreises an das Netz angeschlossen. Die SWN hat dafür insgesamt 1040 Kilometer Breitbandkabel mit einer Faserlänge von insgesamt 310.000 Kilometer verlegt und mehr als 15.700 Hausanschlüsse installiert. Die Glasfaser-Leitungen gehen bis ins Haus (FTTB)) oder gar in die Wohnung (FTTH); diese sogenannten FTTH- und FTTB-Anschlüsse, teilen die Stadtwerke mit.
Knapp 100 Mio. Euro investiert und mehr werden folgen
Michael Böddeker, SWN-Geschäftsführer, würdigte die Weitsicht und den Mut der Kommunalvertreter, vor sechs Jahren schon ein Projekt dieser Größenordnung auf den Weg gebracht zu haben: "Ein leistungsfähiges Internet ist zum Element der Daseinsvorsorge geworden", betont er, "das hat das aktuelle Infektionsgeschehen in Deutschland ganz klar gezeigt."
Insgesamt haben die Projektpartner ZVBS und SWN in das Glasfasernetz im Kreis Steinburg bis jetzt 99 Millionen Euro investiert. Für den restlichen Ausbau von Außengebieten, deren Fertigstellung bis 2021 geplant ist, kommen weitere Millionen hinzu.
ZVBS: Investition in die Lebensqualität der Region
Ziel des Zweckverbands war es, die Internet-Infrastruktur flächendeckend zukunftssicher zu gestalten und für die rund 23.000 Haushalte in den unterversorgten Gebieten einen Glasfaseranschluss zu realisieren. Zudem wurde das Netz flächendeckend ausgebaut, nicht nur in den unterversorgten Gebieten. Sondern auch dort, wo zwar heute schnelles Internet existiert, aber eben kein zukunftssicheres FTTH-Netz.
"Mit der Erschließung der restlichen fünf Prozent starten wir nun. Die Außengebiete der Kommunen werden nicht abgehängt", sagt der Verbandsvorsitzende Haack. Parallel dazu würden Verdichtungen in den bereits erschlossenen Gebieten erfolgen. "Manche Hauseigentümer haben den Wert eines Glasfaseranschlusses erst jetzt erkannt. Ihnen möchten wir Gelegenheit geben, den Anschluss nachzuholen", erläutert er.
Subventionen durch die Investitionsbank
Die Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) begleitet den ZVBS seit seiner Gründungsphase. Über 46 Millionen Euro hat sie dem Zweckverband für das Breitbandprojekt als Darlehen zur Verfügung gestellt und damit die Finanzierung der Hausbanken ergänzt. Rund 22 Millionen davon sind zinssubventioniert.
"Bis 2023 erschließt SWN insgesamt 23 Prozent der Fläche und 27 Prozent aller Gemeinden Schleswig-Holsteins mit Glasfaser bis in jedes Haus. Möglich wird dies durch den erfolgreichen Abschluss mehrerer europaweiter Ausschreibungen und die Kooperation mit kommunalen Zweckverbänden", sagt Böddeker. Die Telekommunikation entwickelt sich bei SWN zu einem bedeutenden Geschäftsfeld für die Zukunft des Unternehmens.
Stolz über "landesweite Glasfaserprojekte"
In die Glasfaserprojekte investiert SWN – gemeinsam mit Partnern – bis zum Jahr 2023 rund 420 Millionen Euro. „Mit dieser Highspeed-Infrastruktur wird der Weg frei für die Gigabit-Gesellschaft. Gerade in ländlichen und halbländlichen Regionen wird der Glasfaserausbau so entscheidend vorangebracht“, betont Michael Böddeker und ergänzt: „Wir sind schon ein bisschen stolz darauf, dass wir als Stadtwerke Neumünster gemeinsam mit den Zweckverbänden landesweit Glasfaserprojekte durchführen dürfen – wie dem im Landkreis Steinburg oder dem noch laufenden Ausbau im benachbarten Landkreis Dithmarschen.“ Auch in der Stadt Neumünster will er den Ausbau forcieren: „Wir nutzen die Erfahrungen aus dem Kreis Steinburg, um schneller voranzukommen“, fasst er zusammen. (gun)



