Frisches Kapital für den Schweizer Plattform-Anbieter Beekeeper AG: Das Unternehmen, das eine mobile Mitarbeiter-Plattform zur Digitalisierung der internen und operativen Kommunikation anbietet, hat in der Finanzierungsrunde Series B einen Nachschlag von zehn auf nunmehr 60 Mio. US-Dollar erhalten. Zu den Investoren zählten unter anderem Energize Ventures, die Swisscom und die Schweizerische Post.
Beekeeper 2.0 mit vielen neuen Funktionen
Mit dem frischen Kapital entwickelt Beekeeper die Technologie hinter dem gleichnamigen Produkt für mobile Arbeitskräfte und räumlich verteilte Teams weiter. Die neue Version Beekeeper 2.0 bietet laut Pressemitteilung viele neue Funktionen wie Übersetzungen von Chatnachrichten in über 100 Sprachen sowie eine Out-of-the-box-Integration mit SharePoint und gängiger Software für die Schichtplanung. Damit könnten Unternehmen wichtige Arbeitsinformationen sofort für alle Mitarbeiter verfügbar machen.
Digitale Kollaboration wird immer wichtiger
Die mobile Lösung von Beekeeper nutzen hauptsächlich gewerbliche Mitarbeiter, die an verschiedenen Standorten arbeiten – in der Logistik, im Gesundheitswesen, in der Produktion oder bei kommunalen Versorgungsunternehmen. "Die erweiterte Finanzierung stellen wir bereit, weil Unternehmen aller Branchen in der COVID-19-Pandemie verstärkt auf digitale Kollaborations- und Kommunikationswerkzeuge zurückgegriffen haben. Das neue Szenario hat sich besonders auf die Beschäftigten in systemrelevanten Branchen ausgewirkt", sagt Juan Muldoon, Partner bei Energize Ventures.
Berliner Stadtreinigung mit positivem Fazit
Mehrere kommunale Unternehmen setzen bereits die Beekeeper-App ein, auch die Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR) mit gut 5.600 Beschäftigten. Von diesen sind circa 3.700 täglich für die Sauberkeit und Müllentsorgung in Berlin unterwegs. Bei den BSR ermöglicht die Beekeeper-App seit Herbst 2018 die Teilhabe aller Mitarbeiter an der internen Kommunikation. Auch während des Lockdowns sei die App eine große Hilfe gewesen, sagt René Worlitzer, Vorstandsbüro Kommunikation bei der BSR und verantwortlich für die Beschäftigten-App „myBSR“.
Aktuelle Informationen vom Vorstand
„So teilte unser Vorstand über die Beekeeper-App Updates zur aktuellen Situation im Betrieb und informierte über das geplante Vorgehen, teilte Informationen des BSR-Krisenstabs und bedankte sich für den Einsatz und das große Engagement der Kolleginnen und Kollegen“, erklärt Worlitzer. Die Kommunikationsabteilung teilte zudem das Lob der Berliner Bevölkerung für die Leistung der BSR in der Krise über die App.
SW Schwedt: Mitarbeiter in Echtzeit erreicht
Auch die Stadtwerke Schwedt ziehen bereits ein positives Fazit. "Die Beekeeper-App hat sich bei uns absolut bewährt, auch und vor allem während der Coronakrise. Die allgemeinen Zahlen und die der Chat-Nachrichten sind stark nach oben gegangen und unser Krisenstab war in der Lage, alle Mitarbeiter in Echtzeit zu erreichen – selbst diejenigen ohne dienstliche E-Mail-Adresse", berichtet Timo Ziemer, zuständig für Controlling und Managementsysteme, Stadtwerke Schwedt. Auch habe man Fitnessvideos erstellt und über Beekeeper verteilt. So habe man den Mitarbeitern zu Hause ermöglicht, auch während dieser Ausnahmesituation fit zu bleiben. (hoe)



