Die Stadtwerke München (SWM) sind eines der größten kommunalen Versorgungs- und Dienstleistungsunternehmen in Deutschland. Sie versorgen die bayerische Landeshauptstadt mit Energie und Trinkwasser, betreiben den öffentlichen Nahverkehr und verantworten Bäderbetriebe sowie Immobilien. Eine Herausforderung für die Zutrittskontrolle stellt die Vielzahl der Standorte mit jeweils unterschiedlichen Sicherheitsanforderungen dar.
"Weil die Stadtwerke München mit ihren Erzeugungs- und Versorgungsanlagen Teil der kritischen Infrastruktur sind, bestehen hohe Ansprüche an die Sicherheit sowie an die Einhaltung regulatorischer und gesetzlicher Vorgaben", sagt Mike Busse, Produkt- und Systemmanager für Sicherheitstechnik im Bereich Konzernsecurity der SWM. Die von seinem Team betreute Infrastruktur verteilt sich auf mehrere Hundert Standorte im Stadtgebiet und im Umland von München. Dazu zählen Betriebshöfe, Erzeugungs- und Verteilungseinrichtungen, Bahn- und Netzanlagen sowie Verwaltungsgebäude.
Die unterschiedlichen Standorttypen erfordern eine Sicherheitslösung, die Zutrittskontrolle und Besuchermanagement abdeckt. Neben rund 11.000 Beschäftigten der SWM erhalten auch etwa 1100 externe Firmen mit rund 10.000 Fachkräften zeitlich und räumlich begrenzten Zugang zu Gebäuden und technischen Anlagen, etwa für Wartungs- und Reparaturarbeiten. Hinzu kommen Besucher ohne regelmäßige Zutrittsberechtigung.
Vielzahl an Standorten mit unterschiedlichen Sicherheitsanforderungen
"Eine skalierbare Lösung ist für uns wichtig, um die Sicherheitsanforderungen der verschiedenen Standorte abzubilden", erklärt Busse. Zum Sicherheitskonzept gehören unter anderem biometrische Zwei-Faktor-Authentifizierung, die Anbindung von Einbruchmeldeanlagen, Raumzonenverfolgung sowie Funktionen für das Besuchermanagement.
Die Stadtwerke München arbeiten seit mehr als 25 Jahren im Bereich Sicherheitstechnik mit dem Stuttgarter Anbieter Interflex zusammen. Zu den früheren Projekten zählte unter anderem die Einführung einer elektronischen Zeiterfassung. Heute nutzt die SWM Sicherheitslösungen des Unternehmens für Zutrittskontrolle und Besuchermanagement. Die eingesetzten Systeme lassen sich demnach in bestehende IT-Infrastrukturen integrieren, unter anderem in SAP-Anwendungen, um Stammdaten zentral zu verwalten.
Softwareplattform als zentrale Datendrehscheibe
Zentrale Komponente der Lösung ist eine Softwareplattform von Interflex als zentrale Verwaltungsinstanz für Zutrittsberechtigungen. Personen, die gesicherte Gebäude oder Anlagen selbstständig betreten, erhalten einen Ausweis, dessen Berechtigungen über die Plattform vergeben und verwaltet werden.
Insgesamt sind rund 31.000 Ausweise für Beschäftigte und externe Dienstleister im Umlauf, ergänzt durch etwa 2500 registrierte Fahrzeuge und rund 800 vorangemeldete Besucher. Die Plattform steuert die Zutrittskontrolle an angebundenen Zugängen, darunter stationäre Zutrittsterminals sowie batteriebetriebene Schließkomponenten. Über standardisierte Schnittstellen können auch Drittsysteme wie Zwei-Faktor-Authentifizierung, Einbruchmeldeanlagen oder Parkhausmanagement angebunden werden.
Modernisierte Besucherverwaltung mit Self-Service-Terminals
Auch die Besucherverwaltung wurde auf Basis der Softwareplattform modernisiert. Während Besucher zuvor manuell erfasst wurden, erfolgt die Anmeldung heute automatisiert. Die Lösung unterstützt die SWM dabei, öffentlich zugängliche und gesicherte Bereiche zu trennen und die Zugangsberechtigungen entsprechend zu erteilen. Im Evakuierungsfall kann so auch ermittelt werden, wie viele Personen sich im Gebäude oder auf dem Gelände aufhalten.
Für das Hauptverwaltungsgebäude mit hoher Besucherfrequenz wurden Self-Service-Terminals für die Besucheranmeldung eingerichtet. Die Selbstanmeldung entlastet das Empfangspersonal und beschleunigt den Anmeldeprozess, speziell zu Stoßzeiten. Die erforderliche Hardware liefert der Projektpartner Friendlyway Germany.
Im Eingangsbereich stehen zwei Multifunktionsstelen mit Displays zur Verfügung, die den Anmeldeprozess unterstützen. Zur Ausstattung gehören unter anderem Pass-, RFID- und QR-Code-Leser. Die Self-Service-Lösung umfasst abschließend auch die Besucherabmeldung, sodass das Besuchermanagement für alle Beteiligten deutlich verschlankt werden konnte.



