Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC Deutschland verstärkt ihre Kompetenzen im Bereich Bewegungsdatenanalyse und -verwertung. Hierzu hat PwC die Geschäftsaktivitäten der SIS Software GmbH (SIS) nahezu komplett übernommen. SIS ist laut Pressemitteilung deutscher Marktführer auf dem Gebiet des digitalen Crowd Managements und der Privatsphäre-wahrenden Analyse von Bewegungsdaten.
Im Bereich des öffentlichen Verkehrs arbeitete PwC Deutschland gemeinsam mit der SIS unter anderem bereits für die Münchner Verkehrsgesellschaft.
Team wird bei PwC Deutschland integrier
Die Angestellten der SIS werden ab sofort ein neues Team innerhalb von PwC Deutschland bilden. Dieses wird in München angesiedelt sein und von SIS-Gründer
Tobias Franke geleitet werden. Die neue Einheit wird den Public Sector Consulting bei PwC verstärken.
Das neue Team werde bestehende Geschäftsaktivitäten fortführen und neuartige Produkte entwickeln, wobei ein Fokus auf der integrativen Zusammenarbeit mit führenden wissenschaftlichen Institutionen liege, "um aktuellstes Wissen in praxisrelevante, wertstiftende Lösungen zu überführen", heißt es.
Als erstes erfolgreiches Beispiel für diesen Ansatz word die COVID-19 Management-Plattform „Zone Check“ von PwC Deutschland, die bereits im April 2020 unter anderem mit dem Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) entwickelt und zur Marktreife gebracht wurde.
"Klassische Stärken mit KI kombinieren"
"Wir freuen uns, die klassischen Stärken unserer Beratung künftig auch mit den neuesten KI-Technologien rund um Bewegungsdatenerhebung und -analyse kombinieren zu können", erklärt Nicolai Bieber, Leiter Public Sector Consulting bei PwC Deutschland.
Gerade Kunden aus dem öffentlichen Sektor wie Kommunen oder öffentliche Verkehrsbetriebe könnten so mit Daten versorgt werden, die effizient erhoben würden und neuartige Analysen zuließen.
Die Technologien der SIS werden nach eigenen Angaben vor allem im Umfeld von Großveranstaltungen, Mobilitätsanalysen und für die öffentliche Sicherheit genutzt. Die selbst entwickelte Crowd Sensing-Technologie ermögliche es, das Bewegungsverhalten von Menschenmengen in Echtzeit und unter Wahrung der Privatsphäre des Einzelnen zu analysieren und vorherzusagen.
Daten ermöglichen Analyse des Verkehrsinfrastruktur
Das so gewonnene Wissen könne "zielgerichtet für sicherheits-, betriebs- oder vertriebsrelevante Fragestellungen verwendet werden". Bei Menschenansammlungen, sei es bei Großveranstaltungen oder an Haltestellen des öffentlichen Verkehrs, könnten beispielsweise Bewegungsmuster von Personen analysiert werden. So könnten gewonnene Daten genutzt werden, um die Nutzung einer Verkehrsinfrastruktur zu analysieren und bei der Angebotsplanung und -steuerung zu unterstützen. (hoe)



