Für das Netz in Bielefeld sollen bis 2021 insgesamt 42 Gateways verbaut werden. Bis heute wurden 25 davon installiert.

Für das Netz in Bielefeld sollen bis 2021 insgesamt 42 Gateways verbaut werden. Bis heute wurden 25 davon installiert.

Bild: © Stadtwerke Bielefeld

Das Funknetz kann von Privatpersonen und Firmen genutzt werden, die Daten werden auf Servern in Bielefeld gespeichert, teilte der Versorger mit. Die Stadtwerke suchen nun nach eigenen Angaben weitere Bielefelder Unternehmen, die Interesse an einem gemeinsamen Pilotprojekt haben. Außerdem möchten sie mit 20 Privatkunden eine Testung eines Feuchtigkeitssensors im Keller durchführen. Kosten entstüdnen den Kunden dabei nicht.

Für das Netz in Bielefeld sollen bis 2021 insgesamt 42 Gateways verbaut werden. Bis heute wurden 25 davon installiert. Das Netz sei schon jetzt flächendeckend für Außenanwendungen verfügbar. Der Energieversorger investierte nach eigenen Angaben rund 100.000 Euro in das LoRaWAN-Netz.

Überwachung des Stromnetzes

Die Stadtwerke nutzen das Netz bereits selbst und haben schon Erfahrungen im Bereich Überwachung, Alarmierung und Instandhaltung ihrer Infrastruktur gesammelt. So werden zum Beispiel die Energieflüsse in Netzstationen des Stromnetzes überwacht.

Schwankungen verursacht durch die Einspeisung erneuerbarer Energien, werden dem Funknetz sofort gemeldet. Auch bei Stromausfällen helfe das LoRaWAN-Netz, um schnell den Fehler zu finden.

Vielfältige Anwendungsmöglichkeiten

Die technischen Möglichkeiten seien auch für andere Unternehmen interessant, unterstreichen die Stadtwerke. Immobilienbesitzer können zum Beispiel die Überwachung der Rauchmelder digitalisieren und müssen nicht jeden Melder einzeln überprüfen. Zählerstände können übertragen werden, die bisher der Hausmeister ablesen musste.

Sogar die Temperatur von Kühlschränken könne fernüberwacht werden. Aktuell arbeiten die Stadtwerke zusammen mit dem Umweltamt an einer Lösung, um Pegelstände von Flüssen digital zu übermitteln. „Das LoRaWAN-Netz ist die Basis. Viele Abläufe, die bisher manuell abliefen, können ohne großen Aufwand digitalisiert werden", so Sebastian Löbbert, Projektleiter bei den Stadtwerken. Es sei "ein sehr spannendes Zukunftsthema mit unzähligen Einsatzmöglichkeiten.“ (sg)

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