Ein Hintertürchen ließ sich Dennis Laupichler, Referatsleiter Cyber-Sicherheit für die Digitalisierung der Energiewende im Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zwar noch offen, dennoch klang bei der Podiumsdiskussion der Metering Days in Fulda heraus, dass die Zertifizierung der drei Smart-Meter-Gatways im Dezember abgeschlossen sein könnte.
Wenn das der Fall sei, dann werde die Markterklärung am 31. Januar folgen, war von Laupichler zu vernehmen. Bisher hatte die Behörde nie einen Termin genannt. Auch das BSI hofft, darauf, dass die Marktanalyse – die am 31. Januar auf jeden Fall erfolgen soll – positiv ist und damit zur Markterklärung führt. Insgesamt sei man auf der Zielgeraden und in der letzten Phase.
Barometer und Roadmap kommen dieses Jahr noch
Neues gab es auch zum Barometer der Energiewende und von der Roadmap zu berichten. Beide sollen noch deutlich vor Weihnachten veröffentlicht werden, erklärte Helmut Edelmann, Director Power & Utilities von der Beratungsgesellschaft EY.
Paul-Vincent Abs, Geschäftsführer von Eon Metering, wies darauf hin, dass wettbewerbliche Messstellenbetreiber nicht auf die drei zertifizierten Gatways warten müssen, sondern beim ersten zertifizierten schon starten können. Und das, so habe er bei Laupichler gerade bei der Diskussion heraushören können, werde es in den nächsten Wochen wohl geben.
Informationskampagne für das intelligente Messwesen nötig
Thema der Diskussion war unter anderem, dass die Kunden bislang viel zu wenig über das intelligente Messwesen informiert sind. "Kunden steigen schon aus, wenn man ihnen schon erklärt, dass es Vertrieb, Netzbetrieb und Messtellenbetrieb gibt", so Abs. Auch Edelmann sieht die Notwendigkeit einer Aufklärungskampagne. Aber Vorsicht – eine solche kann auch das Gegenteil bewirken, wenn sie schlecht gemacht sei, schränkt er ein. (sg)



