Smarte Lampen werden nicht nur als einfache Lichtquellen genutzt, 18 Prozent der Anwender lassen sich auch per SMS, E-Mail oder über ein Dashboard benachrichtigen, sobald eine ihrer Lampen an- oder ausgeht.

Smarte Lampen werden nicht nur als einfache Lichtquellen genutzt, 18 Prozent der Anwender lassen sich auch per SMS, E-Mail oder über ein Dashboard benachrichtigen, sobald eine ihrer Lampen an- oder ausgeht.

Bild: © AndSus/AdobeStock

Welche Smart-Home-Geräte nutzen die Deutschen eigentlich? Dieser Frage ist Connrad Connect, eine IoT-Projektplattform für herstellerübergreifende Smart-Living-Projekte, auf den Grund gegangen und hat rund 190.000 in Deutschland registrierte Geräte ausgewertet. Die Plattform bewertet sich selbst als führender Anbieter in Europa. Das Ergebnis: In Deutschland setzen die Menschen vor allem auf intelligente Beleuchtung.

Demnach können rund 34 Prozent der analysierten Geräte der Kategorie Licht zugeordnet werden. Das ist der Höchstwert der Analyse. “Ein genauerer Blick in die Daten zeigt, dass die Nutzer unserer Plattform ihre smarten Lampen nicht nur als einfache Lichtquellen nutzen”, kommentiert Andreas Bös, Vice President von Conrad Connect und führt fort: “18 Prozent der Nutzer lassen sich beispielsweise auch per SMS, E-Mail oder über unser Dashboard benachrichtigen, sobald eine ihrer Lampen an- oder ausgeht. Ist eine Lichtquelle zum Beispiel mit einem Bewegungsmelder verbunden, könnte dadurch das unbefugte Betreten eines Geschäfts nach Ladenschluss erkannt werden. Zehn Prozent unserer Nutzer haben ihre Leuchtmittel zudem mit ihren Wetterstationen verknüpft. Dies ermöglicht unter anderem die automatisierte farbliche Anpassung der Beleuchtung je nach Wetterlage oder der Luftqualität in der Wohnung.”

Wetterstationen an zweiter Stelle

Am zweithäufigsten haben die deutschen Conrad-Connect-Nutzer Wetterstationen in ihren intelligenten Heimen (14,8 Prozent) registriert. Auch Fernbedienungen (14,2 Prozent) und Heizungen (11,2 Prozent) haben besonders viele deutsche Nutzer in ihre Conrad-Connect-Projekte integriert. Fernbedienungen können in diesem Zusammenhang Schalter und sogenannte Smart-Buttons sein, mit denen zum Beispiel alle Geräte beim Betreten oder Verlassen des Hauses ein- oder ausgeschaltet werden. Sie können aber auch zur Bestellung von Verbrauchsmaterialien eingesetzt werden. Mit intelligenten Heizkörpern können Smart-Home-Besitzer das Zuhause oder Büro beispielsweise nur dann heizen, wenn dies auch wirklich nötig ist. Das kann zu einer Energieersparnis führen und somit das Klima und den Geldbeutel schonen.

Aber auch Sicherheit ist den Deutschen wichtig. So sind rund 11 Prozent der registrierten Geräte für den Schutz des Eigenheims zuständig. Dafür kommen vor allem Kameras und intelligente Alarmanlagen zum Einsatz. Auch vernetzte Steckdosen (5,8 Prozent) und Fitnesstracker (4,1 Prozent) werden von einigen Deutschen gern in das Smart-Home-Netzwerk integriert.

Smart Home-Hochburgen

Die deutsche Smart-Home-Hauptstadt ist nicht etwa Berlin, sondern Frankfurt. Hier waren zum Zeitpunkt der Analyse mehr als 25.000 smarte Geräte registriert. Dahinter folgen München (19.065 Geräte) und Hamburg (19.056 Geräte). In Berlin sind lediglich 12.268 intelligente Geräte registriert. Stuttgart landet mit deutlichem Abstand hinter der Bundeshauptstadt auf Platz fünf (4.116 Geräte).

“Unsere Analyse zeigt, dass die deutschen Smart-Home-Nutzer vor allem auf intelligente Leuchtmittel setzen. Diese machen einen Anteil von rund einem Drittel aller registrierten Geräte der betrachteten Nutzergruppe aus. Das lässt sich vor allem damit erklären, dass Leuchtmittel zu den ersten verfügbaren Smart-Home-Geräten zählten, in der Regel nicht sehr kostspielig sind und Lampen allgemein die am häufigsten genutzten IoT-Geräte im Privatbereich sind”, analysiert Andreas Bös, Vice President von Conrad Connect. Verwunderlich sei das auch aus technischer Sicht nicht, denn Smart Lights sind leicht zu installieren und weniger komplex als komplette Smart-Home-Systeme.

Wie die Analyse ablief

Der Smart-Home-Markt in Deutschland wächst nach Beobachtungen von Conrad Connect stark. So wurden auf der IoT-Plattform bereits mehr als 500.000 Geräte über 100 verschiedener Herstellern registriert. Täglich kommen demnach rund 1000 neue Geräte dazu. Bei der Analyse wurde eine anonymisierte Stichprobe von 192.593 der insgesamt mehr als 500.000 registrierten Geräte der Plattform durchgeführt. Dabei seien lediglich Geräte berücksichtigt worden, die sich im Rahmen eines Projektes eindeutig einer Smart-Home-Kategorie zuordnen ließen. Sei es zum Beispiel nicht klar gewesen, ob ein Bewegungsmelder der Sicherheit oder der Beleuchtung eines Raumes diente, wurde dieser in der Analyse nicht berücksichtigt. (sg)

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