Nordex bringt kommendes Jahr eine Starkwindturbine (N133/4.8) mit einer Leistung von 4,8 MW auf den Markt.

Nordex bringt kommendes Jahr eine Starkwindturbine (N133/4.8) mit einer Leistung von 4,8 MW auf den Markt.

Bild: © Nordex

Die norddeutsche Plattform "Energie intelligent koordinieren" (ENKO) ist nach rund sechs Monaten Testbetrieb in den Regelbetrieb gestartet. Betreiber der ENKO-Plattform sind die ARGE Netz und Schleswig-Holstein Netz (SH Netz). Zweck der Plattform ist es, möglichst viel regenerativen Strom dort nutzbar zu machen, wo er erzeugt wird. Damit sollen die immer wieder auftretenden Netzengpässe verringert sowie das Einspeisemanagement optimiert werden.

Kernbestandteil der ENKO-Plattform ist die Synchronisation zwischen lokal erzeugten erneuerbaren Energien mit den Verbrauchern vor Ort. 19 Verbraucher – darunter die Partner im Forschungsprojekt Norddeutsche Energiewende 4.0 (NEW 4.0) ARGE Netz, Stadtwerke Flensburg, Energie des Nordens und Hanse-Werk Natur – hatten in der Live-Simulation seit Juli 2018 ihre flexiblen Verbräuche auf der Plattform angemeldet, die Abläufe auf ENKO getestet sowie die technische Machbarkeit der Plattform unter Beweis gestellt.

Konkretes Einsparpotential erkannt

"Während der Live-Simulation haben die Teilnehmer zusammen theoretisch 2 Mio. kWh flexiblen Verbrauch bereitgestellt, dementsprechend hätten auch rund 2 Mio. kWh mehr Windstrom in die Netze eingespeist werden können. Das entspricht der Leistung einer Windkraftanlage (3 MW), die bei theoretischer Volllast rund um die Uhr einen Monat (28 Tage) lang Strom ins Netz einspeist", lautet das Fazit für den Testbetrieb von Daniela Kröpelin, ENKO-Projektleiterin bei SH Netz.

Die Stadtwerke Flensburg nehmen an ENKO mit ihrer Power-to-Heat-Anlage im Heizkraftwerk Tarp teil, die elektrische Energie in speicherbare Wärme umwandelt. "Während der Live-Simulation haben wir unsere Kunden an über 800 Stunden mit unserer Power-to-Heat-Anlage mit Wärme versorgt. Durch das Heizen mit ‘umgewandeltem grünen Windstrom’ hätten wir insgesamt rund 30.000 Liter Heizöl eingespart", berichtet Claus Hartmann, Abteilungsleiter Netznutzungsmanagement bei den Stadtwerken Flensburg.

Mehr Akzeptanz für die Erneuerbaren

Für den erfolgreichen Regelbetrieb wurden die Rückmeldungen der Teilnehmer aus der Live-Simulation aufgenommen und die Prozesse auf der ENKO-Plattform entsprechend angepasst. "Die Live-Simulation hat gezeigt, dass ENKO ein geeignetes Instrument ist, um die lokale Nutzung der Erneuerbaren zu erhöhen. Außerdem trägt ENKO zu mehr Akzeptanz für die erneuerbaren Energien bei", stellt Levke Ketelsen, ENKO-Projektleiterin bei ARGE Netz, fest. (sig)

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