Cybersecurity ist essenziell, um die Vernetzung des öffentlichen Raumes aufrechtzuerhalten und kritischen Schäden vorzubeugen – die Zukunft des Lebens in Städten soll schließlich nicht von Angst vor Angriffen und Datenverlust, sondern von Fortschritt geprägt sein.

Cybersecurity ist essenziell, um die Vernetzung des öffentlichen Raumes aufrechtzuerhalten und kritischen Schäden vorzubeugen – die Zukunft des Lebens in Städten soll schließlich nicht von Angst vor Angriffen und Datenverlust, sondern von Fortschritt geprägt sein.

Bild: © zapp2photo/AdobeStock

Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) hat ein Positionspapier vorgelegt: In diesem werden Punkte aufgezeigt, wie die Standards zur Digitalisierung der Energiewende weiter entwickelt werden könnten. Das Papier wurde am Montag nach der ersten Sitzung des Ausschusses Gateway-Standardisierung des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) veröffentlicht und kann hier eingesehen werden.

"Grundsätzlich ist der Einsatz des Smart Meter Gateways nicht alternativlos. Für die sichere Fernsteuerung von Anlagen gibt es auf dem internationalen Markt ein breites Angebot an Lösungen. Der verpflichtende Einbau des Smart-Meter Gateways (SMGW) gefährdet die Wirtschaftlichkeit gerade kleinerer PV-Anlagen und sollte auf Neuanlagen nach Markterklärung durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) beschränkt werden", sagt Wolfram Axthelm, Geschäftsführer des BEE.

SMGW darf nicht zum "Nadelöhr" werden

Es gelte dafür Sorge zu tragen, dass die digitale Infrastruktur auf den Einsatz von Smart Meter Gateways eingestellt sei, bekräftigt der Verband in seiner Pressemitteilung: "Wenn die gesamte Kommunikation eines digital vernetzten Energiesystems über das SMGW abgewickelt werden soll, darf dieses nicht zum Nadelöhr für digitale Innovationen im Rahmen der Energiewende werden. Notwendig ist es zu gewährleisten, dass leistungsfähige, wirtschaftliche Breitbandkanäle jederzeit genutzt werden können. Nur so lässt sich die Akzeptanz der vom SMGW-Rollout betroffenen Akteure sicherstellen", so Axthelm weiter.

Weiterhin sei die Kundenanlage beim Einsatz des SMGW immer als Gesamtsystem mit ihrer Wirkung auf den Netzanschlusspunkt zu steuern. "Es braucht die Klarstellung, dass die dezentral und erneuerbar erzeugte Energie hinter dem Netzanschlusspunkt optimal genutzt und das Stromversorgungsnetz entlastet wird. Bei der weiteren Ausgestaltung der Standards für die Digitalisierung der Energiewende ist außerdem zunächst der Nutzen im Smart Grid unter Beweis zu stellen und zu beobachten, wie sich Geschäftsmodelle um das intelligente Messsystem herum entwickeln", sagt der Geschäftsführer. Nach einer Anlaufphase könne dann geklärt werden, ob und wo eine Ausweitung des Anwendungsbereichs des SMGW nützlich sei. (gun)

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