Von der Automobilbranche in die Energie- und Wasserversorgung: Christiane Preuß übernimmt in Potsdam.

Von der Automobilbranche in die Energie- und Wasserversorgung: Christiane Preuß übernimmt in Potsdam.

Bild: © Adobe Stock/anilah

Ein smartes Beleuchtungssystem erhellt künftig einen Radweg am Templiner See, verantwortlich sind die Landeshauptstadt Potsdam und die Stadtwerke-Tochter Stadtbeleuchtung Potsdam (SBP). Das System ermöglicht punktuell und bedarfsgesteuert Sehverhältnisse für Passanten und Radfahrer. "Mitlaufendes Licht" und intelligente Dimmung senken den Energieverbrauch und verringern den negativen Einfluss auf Fauna und Flora, erläutern die Stadtwerke Potsdam in einer Pressemitteilung. Die Umsetzung des Pilotprojektes von den ersten konkreten Planungsgesprächen bis zur Übergabe dauerte sechs Monate. Die Gesamtinvestition von ca. 150.000 Euro wurde durch das Land Brandenburg über das "Förderprogramm zur Schul- und Spielwegsicherung" mit 75 Prozent gefördert.

Der knapp ein Kilometer lange Rad- und Fußweg war im Bereich zwischen "Kastanienallee" und "Im Bogen" bisher ein unbeleuchteter öffentlicher Weg. Er wird von Schulkindern, Radfahrern und Fußgängern sehr stark frequentiert. SBP-Geschäftsführer, Jürgen Retzlaff, erläutert: "Die Grundidee einer umweltfreundlichen Beleuchtung ist ebenso einfach wie effektiv: Die Beleuchtung wird nur dann aktiv, wenn das Licht wirklich gebraucht wird. Auch die Lichtfarbe der 20 Leuchten wurde nach ökologischen Kriterien gewählt. Insekten werden insbesondere von Licht mit einem hohen Blauanteil angezogen, weshalb die Lichtfarbe der eingesetzten LED-Leuchten mit warmweißen 2.700 Kelvin besonders insektenfreundlich ist."

So funktioniert es in der Praxis

Sind keine Personen im Erfassungsbereich der Sensoren, wird die Grundhelligkeit der Leuchten auf 50 Prozent gedimmt. In den Nachtstunden zwischen 22:00 Uhr und 05:00 Uhr sinkt das Grundniveau sogar auf nur 10 Prozent. Wird eine Person von einem Sensor erfasst, steigt die Beleuchtungsstärke dieser Leuchte für 90 Sekunden. Gleichzeitig kommuniziert die Leuchte mit ihren "Nachbarn" und aktiviert jeweils zwei Lichtpunkte neben ihr. Bewegt sich die Person nun in den Erfassungsbereich des nächsten Sensors, bewegt sich der Lichtteppich bedarfsgerecht mit und begleitet die Person auf ihrem Weg.

Die LED-Leuchten sind mit einem Lichtmanagementsystem per Funk vernetzt und jede Leuchte ist mit einem Sensor ausgestattet. Individuell gewählte Dimmprofile reduzieren den Energieverbrauch der Anlage im Ruhezustand. Durch die umfassende und kundennahe Projektbegleitung durch den Leuchtenhersteller Trilux konnten alle Vorgaben und Wünsche schnell und sicher umgesetzt werden. (gun)

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