Das Start-up Zählerfreunde hat sich auf digitale Energiemanagement-Lösungen spezialisiert. Per App oder Web wird der Energieverbrauch visualisiert, analysiert und optimiert. Damit sollen Energiekosten und CO2-Emissionen sinken. Die App soll noch in diesem Jahr in Herne angeboten werden.
Für Stadtwerke-Vorstand Ulrich Koch der richtige Schritt auf dem Weg zur Klimaneutralität: „Wir sind überzeugt: Die Energiewende wird nur funktionieren, wenn sie auch lokal gelebt wird." Stadtwerke und Startup profitieren vom kreativen Austausch, so Koch weiter, und man könne gemeinsam für das nötige Tempo sorgen.
Namhafte Einstiege bei Zählerfreunden
Als Voraussetzung für die Digitalisierung der Energiewende wollen die Stadtwerke Ende 2024 bereits rund 1000 Smart Meter in Herne im Einsatz haben. Im kommenden Jahr sollen nochmals 1500 hinzukommen.
In Deutschland insgesamt - aber auch in weiteren europäischen Ländern - sei das Potential für den Einsatz solcher Apps entsprechend höher. Hier sehen nicht nur die Stadtwerke Herne, die sich einen Anteil von acht Prozent an Zählerfreunde gesichert haben, starke Wachstumschancen: Auch die EnBW-Tochter Enpulse Ventures, die Salzburg AG, Capacura und der Business-Angel Erich Wex sind bei Zählerfreunde eingestiegen.
Neue Funktionen geplant
„Unsere Software bekommt jetzt noch mehr neue Funktionen", kommentierte Tobias Keussen, CEO von Zählerfreunde, die erfolgreiche Finanzierungsrunde. Zusätzlich werde man die intelligenten Steuerungen durch eine KI-Lösung erweitern, "damit unsere Kunden Strom immer nur dann verbrauchen, wenn er am günstigsten ist.“ (sg)
