Haben das Smart Parking bereits getestet: (von links) Aufsichtsratsvorsitzende Gabriele Luczak-Schwarz, Dana Schindler, Projektleiterin des Smart-City-Demolabs, und Olaf Heil, Technischer Geschäftsführer der Stadtwerke.

Haben das Smart Parking bereits getestet: (von links) Aufsichtsratsvorsitzende Gabriele Luczak-Schwarz, Dana Schindler, Projektleiterin des Smart-City-Demolabs, und Olaf Heil, Technischer Geschäftsführer der Stadtwerke.

Bild: © Stadtwerke Karlsruhe

Die Stadtwerke Karlsruhe haben auf ihrem Betriebsgelände ein smartes Demolab für digitale Dienstleistungen in Betrieb genommen. Das Versuchsfeld demonstriert, wie das Verwalten von Parkraum, Straßenbeleuchtung und Bewässerung künftig aussehen kann.

Auf dem Außengelände des Unternehmens kommen verschiedene Sensoren großflächig zum Einsatz. Ihre Daten werden in Echtzeit zusammengeführt und visualisiert. Ziel sei es, die vielseitigen Optionen smarter Anwendungen erfahrbar zu machen und ihre Verbreitung voranzubringen, heißt es in einer Presseaussendung.

Erlebbare smarte Lösungen

"Wir testen und demonstrieren hier intelligente digitale Lösungen für nachhaltige Projekte in den Bereichen Parken, Straßenbeleuchtung, Umwelt, Sicherheit und Elektromobilität", erklärt Olaf Heil, Technischer Geschäftsführer der Stadtwerke Karlsruhe.

Sobald es die Situation wieder zulasse, solle das Gelände auch zu Präsentationszwecken für interessierte Betriebe geöffnet werden. So würden die smarten Lösungen erlebbar.

Smart-City-Index: Karlsruhe vorne dabei

Karlsruhe gilt als eine der smartesten Städte Deutschlands. Auf dem Smart-City-Index des Branchenverbands Bitkom landete es im vergangenen Jahr hinter Hamburg, München, Köln und Darmstadt auf Platz fünf.

Ein Beispiel einer intelligenten Lösung ist das sogenannte Smart Irrigation — die intelligente Bewässerung: Als Teil des Demolabs befinden sich hierfür derzeit fünf Sensoren auf verschiedenen Grünflächen, wie die Stadtwerke erörtern.

Darstellung in Echtzeit

Demnach messen sie permanent den Feuchtigkeitsgehalt des Bodens und senden diese Daten an das intelligente Dashboard, eine Bildschirmoberfläche. Diese stellt einfach und übersichtlich die aktuelle Situation in Echtzeit sowie ihre Historie dar.

So können die städtischen Mitarbeiter oder Baumpaten genau sehen, ob eine Bewässerung gerade notwendig ist oder nicht. Werden die gewonnenen Daten mit einer Bewässerungsanlage verbunden, kann der Prozess der Bewässerung vollständig automatisiert werden.

"Intelligenter technologischer Zugewinn"

Zudem kann das System online die Situation mit den Wetterprognosen abgleichen. Wenn in den nächsten Stunden Regen ansteht, wird nicht bewässert.

"Durch derartige Lösungen wollen wir das Leben nicht nur effizienter, sondern auch einfacher und in diesem Beispiel grüner machen", teilt Heil mit. "Smart-Irrigation-Systeme schützen Pflanzen vor Trockenschäden und sparen gleichzeitig Wasser. Ein intelligenter technologischer Zugewinn in Zeiten des Klimawandels."

Beispiel Smart Parking

Ein weiteres Beispiel kommt aus dem Bereich Smart Parking: Um die Belegung von Parkplätzen permanent festzustellen, könnten Sensoren eingesetzt werden, führen die Stadtwerke aus. Die Sensoren screenten entweder aus einer bestimmten Höhe Parkflächen oder würden auf dem Boden angebracht.

Die so ermittelten Daten könnten in Parkleitsysteme als auch in Apps einfließen und auf öffentlichen Anzeigetafeln dargestellt werden, heißt es. Neben der Mitteilung des Belegungszustands des Parkplatzes, bestünde zudem die Möglichkeit, Informationen über den Ladevorgang von Elektrofahrzeugen zu erfassen. (ab)

Siehe auch: DEW21 geht neue Wege in der Quartiersentwicklung

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