Für das Hallenbad in Lahr ist eine Erfassung der Besucher geplant.

Für das Hallenbad in Lahr ist eine Erfassung der Besucher geplant.

Bild: © Stadt Lahr

Mit den Reallaboren will die Thüga ihren Partnerunternehmen und deren Kommunen ermöglichen, verschiedene Smart-City-Anwendungen vor Ort in die Praxis umzusetzen, zu testen und den Bürgern die Vorteile nahe zu bringen. Im Reallabor der Badenova-Tochter Bn-Netze, beteiligen sich die fünf Kommunen Freiburg im Breisgau, Breisach am Rhein, Kirchzarten, Lahr und Gundelfingen.

Sie alle planen derzeit verschiedene intelligente Anwendungen in den Bereichen Mobilität, Gebäude, Umweltschutz und Technische Betriebe - wie Smart Parking, Verkehrszählung, Messung der (Raum-)Luftqualität sowie Gewässer- und Füllstandsmonitoring. Beispielsweise sollen in Lahr die stets aktuelle Belegung eines Wohnmobil-Stellplatzes sowie die Besucher eines Schwimmbades erfasst werden. Auch im Bereich der Gebäudeüberwachung ist ein Projekt geplant.

Kleine und mittlere Kommunen im Fokus

Mit dem  Reallabor „Smart Region Südbaden“ verfolgte man den Anspruch, die Smart City mit dem Smart Village zu verbinden. Die teilnehmenden fünf Kommunen aus dem Badenova-Versorgungsgebiet würden aufgrund ihrer verschiedenen Größe das ganze Spektrum des Thüga-Netzwerks abbilden, heißt es in der Pressemitteilung dazu.

„Darin sind nicht Großstädte mit ihren spezifischen Anforderungen die Regel, sondern eine Vielfalt von kleineren und mittleren Kommunen. Von den Erkenntnissen aus dem Badenova-Reallabor sollen künftig vor allem diese profitieren“, sagt Matthias Cord, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Thüga.

Erste Anwendungsfälle bereits identifiziert

Die „Smart Region Südbaden“ ist nach der „Klimastraße“ in Koblenz das zweite Reallabor, das das Thüga-Kompetenzcenter Innovation  mit einem Partnerunternehmen der Thüga-Gruppe realisiert.

Die ersten Anwendungsfälle hat das Projektteam gemeinsam mit den Kommunen identifiziert, priorisiert und mit deren Umsetzung begonnen. Anfang 2021 soll der gesamte Testbetrieb starten, der für mindestens 18 Monate angesetzt ist. Bn-Netze hat bereits IoT-Funknetze auf LoRaWAN-Basis aufgebaut. Weitere IoT-Standards wie Sigfox werden ebenfalls eingesetzt.

Attraktiv für Unternehmen und Familien

„Das Reallabor unterstützt vor allem kleine und mittlere Kommunen bei der Digitalisierung und damit im Standortwettbewerb um leistungsfähige Unternehmen“, bilanziert Lahrs Oberbürgermeister Markus Ibert. „Und durch die Smart-City-Anwendungen können wir die Lebensqualität unserer Bürger erhöhen, indem wir für saubere Luft, weniger Lärm und mehr Komfort sorgen".

Andreas Hall, Bürgermeister von Kirchzarten, verweist im Zusammenhang mit dem Reallabor darauf, dass die Attraktivität der südbadischen Städte und Gemeinden damit noch weiter gesteigert werde. „Je direkter unsere Bürgerinnen und Bürger den konkreten Nutzen erkennen und davon profitieren, desto größer wird der Zuspruch bezüglich der Smart-City-Anwendungen sein.“ (sg)

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