Die Stadtwerke Aachen (Stawag) und ihre Tochter Regionetz prüfen aktuell, wie sich die Steuerung von LEDs in der Straßenbeleuchtung ausreizen lässt. Dahinter steht der Ansatz, die öffentliche Straßenbeleuchtung bedarfsgerechter und energiesparender einzusetzen. Und einen weiteren Schritt hin zur Smart City zu machen.
Das Projekt funktioniert nach Angaben der Stawag so: Auf einem etwa 500 Meter langen Teilstück eines Radwegs in Aachen reagieren die Lampen auf Radfahrer und Fußgänger.
"Funktioniert recht gut"
Meldet der zugehörige Sensor Bewegung, leuchten die Lampen just am Ort des Geschehens auf und regeln sich anschließend wieder herunter. Der Lichtschein bewegt sich quasi mit dem Verkehr.
"Das funktioniert recht gut", sagt Gerhard Klöfkorn, der bei Regionetz für die Beleuchtung zuständig ist. "Eine solche Lösung kann sinnvoll sein, wenn, etwa aus Gründen des Naturschutzes, an bestimmten Orten eine unnötige Lichteinstrahlung vermieden werden soll."
Laternen und LoRaWAN-Funknetz
Per Telemanagement könne Regionetz bei 2500 bereits installierten LED-Leuchten der neuen Generation die Lichtstärke individuell steuern, Störungsmeldungen übermitteln und den Energieverbrauch messen, erklärt Klöfkorn. "Die Technologie ist wartungsarm und macht ein Maximum an Energieeinsparung möglich."
Auch anderweitig testet die Stawag smarte Straßenbeleuchtung. Etwa im Zusammenhang mit dem LoRaWAN-Funknetz. Den Auftakt habe hierbei eine Kooperation mit der Stadt und weiteren Partnern in der Umgebung des örtlichen Theaters gemacht, teilt der Kommunalversorger mit. Die Sensoren, die Daten über den Straßenverkehr übermittelten, seien an den Laternenmasten angebracht worden.
Laternenmasten mit Wlan-Hotspots
Im Aachener Stadtteil Brand würden zudem Laternenmasten seit zwei Jahren Wlan-Hotspots tragen. Ein weiterer Versuch dieser Art starte bald in Burtscheid. (ab)



