Auf dem Weg zur smarten City: Die WSW nutzen die Infrastruktur ihrer Straßenbeleuchtung für Sensoren.

Auf dem Weg zur smarten City: Die WSW nutzen die Infrastruktur ihrer Straßenbeleuchtung für Sensoren.

Bild: © Wuppertaler Stadtwerke

„In der vernetzten Stadt sind Straßenlaternen mehr als Leuchtmittel, sie sind Infrastrukturträger“, betont der WSW-Vorstandsvorsitzende Markus Hilkenbach. In Schöller-Dornap kann man das sogar sehen. Straßenlaternen sind hier nicht nur mit individuell steuerbaren LED-Leuchten ausgestattet, an den Masten haben die WSW auch verschiedene Sensoren angebracht, die Umweltdaten zu Temperatur, Luftqualität und Lärmbelastung sammeln. An einem Mast wurde außerdem ein Display installiert, auf dem sich die Informationen ablesen lassen.

LoRaWAN als Basis

Der Clou des Ganzen ist die Vernetzung der Masten und Sensoren. Dafür nutzen die WSW ein so genanntes LoRaWAN-Funknetz. „LoRAWAN“ bedeutet „Long Range Wide Area Network“. Die Sender dieses Funknetzes verfügen über eine hohe Reichweite und arbeiten gleichzeitig besonders energieeffizient. Die batteriegespeisten Sender funktionieren außerdem unabhängig vom Stromnetz. Das ist ein wichtiger Vorteil gegenüber Glasfaser- oder LTE-Netzen.

Das Projekt wird in Kooperation von WSW und Engie umgesetzt. Für das Reallabor nutzt WSW das Konzept und die Technik von Engie. „Als langjähriger Partner der WSW freuen wir uns, unser Know-how in diesem einzigartigen Projekt einbringen zu können.“, sagt Manfred Schmitz, Geschäftsführer von ENGIE Deutschland. „Gemeinsam wollen wir smarte Lösungen mit einem echten Mehrwert für Wuppertal entwickeln, um die Lebensqualität in der Stadt zu verbessern.“

In Wuppertal gibt es rund 31.000 Straßenlaternen – als physische Infrastruktur für eine Smart City ideal. Diese könnten genauso über LoRaWAN individuell gesteuert und mit Sensoren versehen werden, wie die 224 Straßenlaternen im Reallabor Schöller Dornap. Um weitere digitale Anwendungen für diese physische Infrastruktur zu entwickeln, haben die WSW eine eigene Organisationseinheit „Digitale Lösungen“ gebildet.

Weitere Einsatzfelder für LoRaWAN

Außer dem Projekt in Schöller-Dornap nutzen die WSW die LoRaWAN-Technologie auch in ihren eigenen Geschäftsfeldern, so etwa bei der Überwachung des Stromnetzes. Dies ermöglicht es unter anderem, die Ausfallzeiten bei Stromstörungen zu reduzieren. Auch für das durch die Maschinenfabrik Berger in der Kohlfurth initiierte Hochwasserfrühwarnsystem stellen die WSW digitale Infrastruktur zur Verfügung. Ein weiteres Anwendungsgebiet, das in Schöller-Dornap untersucht wird, ist das Entsorgungsmanagement der AWG durch eine Füllstandmessung in Altglascontainern. (sg)

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