Der südwestfälische Energiedienstleister Enervie baut sein drahtloses LoRaWAN-Funknetzwerk weiter aus. In dem rund 1.000 Quadratkilometer umfassenden Netzgebiet hat das kommunale Unternehmen bereits 40 Gateways in Betrieb genommen – für eine vollständige Abdeckung sollen insgesamt 112 Gateways installiert werden. In ersten Pilotprojekten testet Enervie bereits verschiedene Anwendungen rund um das Internet der Dinge.
Zutrittsüberwachung in Umspannwerken
Hierzu gehören unter anderem die Zutrittsüberwachung in den unternehmenseigenen 27 Umspannwerken oder eine intelligente Parkraumbewirtschaftung in der Unternehmenszentrale in Hagen-Haßley. Ein vergleichbares Projekt in Lüdenscheid wurde gemeinsam mit der Stadt Lüdenscheid konzeptioniert.
Ein unternehmensübergreifendes Team hat zudem unter anderem mit Enervie Service und dem Wirtschaftsbetrieb Hagen (WBH) unter Führung der Firma ECBM den 1. Platz beim Wettbewerb "Smart City Challenge" gewonnen. Bei dem Siegerprojekt "Entwässerung 4.0" geht es um die Überwachung von Kanalschächten durch Sensoren.
Komplettpakete für Kommunen
Parallel dazu entwickelt Enervie LoRaWAN-Lösungen für die öffentliche Infrastruktur und berät Kommunen in der Region zu Pilotprojekten. Die Tochtergesellschaft Enervie Service hat hierzu ein Komplettpaket für Kommunen und kommunale Betriebe entwickelt.
Dieses umfasst unter anderem die Lieferung und Installation der Sensoren, die Bereitstellung der LoRaWAN-Gateways für die Datenübertragung, den Betrieb der "Internet of Things (IoT)-Plattform" und das dazugehörige Datenmanagement sowie die Bereitstellung der Kunden-Daten über eine Schnittstelle für die Betriebsführungssoftware und Datenbank. Bei der Leistungserbringung kooperiert der Energiedienstleister mit einer Reihe von Unternehmen, unter anderem den Firmen Austinat und Haarhaus sowie ECBM. (hoe)



