Die Stadtwerke München bedauern in einer Pressemitteilung, dass die Umsetzung der Energiepreisbremse leider stark verzögert vorangehe. Grund dafür: Zur individuellen Information der rund eine Million betroffenen Kund*innen in rund 200 Tarifkonstellationen mussten die IT-Systeme neu programmiert und jeder Sonderfall geklärt werden. Dies habe auch zu Verzögerungen bei den Abrechnungen geführt. Genutzt werde das System SAP IS-U, wie die SWM auf ZfK-Nachfrage mitteilten.
Betroffen sind vor allem Wärmestromkunden
Zwischenzeitlich haben nach Angaben des Münchner Versorgers rund 75 Prozent der Privatkund*innen (bis 30.000 kWh Strom) die Information zur Preisbremse und ihrer Entlastung erhalten, Ende des Monats werden es rund 90 Prozent sein.
Für diese Kund*innen laufe die Abrechnung weitgehend im regulären Turnus. Ab Ende August wird bei rund 90 Prozent von ihnen der monatliche Abschlag wieder abgebucht. Bei den verbleibenden 10 Prozent handle sich überwiegend um Wärmestromkund*innen (Zweitarif HT/NT). Für diese sind die finalen gesetzlichen Regelungen erst am 7. Juli durch den Bundesrat verabschiedet worden. Die Umsetzung läuft nun. Alle habe man schriftlich über die Verzögerung und die Gründe informiert.
Gewerbe- und Geschäftskund*innen
Rund 90 Prozent dieser Kund*innen werden ab Mitte August ihre Rechnungen oder Informationsschreiben erhalten, teilten die SWM mit. Danach wird auch bei ihnen wieder wie gewohnt monatlich abgebucht.
Bislang überwiegend geringe oder keine Nachzahlungen
Bei den meisten abgerechneten Privatkund*innen sind demnach bislang keine oder nur geringe Nachzahlungen fällig. Mehr als 65 Prozent haben eine Nachzahlung unter 100 Euro bzw. ein Guthaben. Über die Verzögerungen informierten die SWM mehrfach und über viele Kanäle wie Pressemitteilungen, Kundenzeitung, Newsletter, Website, Social Media. (sg)
