Aktuell arbeitet der Bundesverband der Energiemarktdienstleister (BEMD) mit einer Arbeitsgruppe an einer Fragebogenstudie zur Usability von IT-Lösungen in der Energiewirtschaft. Ziel sei es, die Systemanbieter für das Thema stärker zu sensibilisieren und die Energiewirtschaft mit anderen Branchen zu vergleichen, so der Verband.
Die Umfrage läuft noch bis Ende Juni: End-Anwender werden dabei um eine Einschätzung der Benutzerfreundlichkeit der von ihnen verwendenten IT-Systeme gebeten. Die Teilnahme dauert etwa fünf bis sieben Minuten und umfasst etwa zehn Fragen. Verwendet wird dabei der international etablierte Fragenkatalog SUS (System Usability Scale).
Zwischenanalyse unter 300 Teilnehmern
Eine Zwischenanalyse der bereits erhobenen Daten von mehr als 300 Teilnehmern mit mehr als 27 unterschiedlichen IT-Systemen zeigt, dass die Usability über alle Systeme hinweg mit einem Score von 63 als unterdurchschnittlich bewertet wurde, teilte der BEMD mit. Ab einem Wert von 68 spreche man von einer guten Usability.
Amazon beispielsweise hat einen Wert von 82. Ebenfalls zeigt sich, dass die Erfahrung der Teilnehmer und die Tätigkeiten, für die sie das jeweilige System nutzen, einen großen Einfluss auf die Bewertung der Usability hat. Laut Dietmar Sperfeld, AG-Leiter und Vorstandsvorsitzender des BEMD, gibt es einen deutlichen Zusammenhang zwischen der Erfahrung der Mitarbeiter und der Zufriedenheit: Je länger ein Mitarbeiter mit dem System arbeitet, desto angenehmer empfindet er das Arbeiten damit.
BEMD ruft zur Teilnahme auf
Die Umfrage ist herstellerneutral und fragt lediglich Kriterien zur Usability, nicht zu spezifischen IT-Lösungen, ab. Teilnehmende Unternehmen erhalten nach Auswertung der Umfrage ihr Ergebnis zum Vergleich, so der Verband und fordert Interessierte weiterhin zur Teilnahme auf. (sg)



