Hubert Aiwanger, Wirtschaftsminister und Landesvorsitzender der Freien Wähler in Bayern.

Hubert Aiwanger, Wirtschaftsminister und Landesvorsitzender der Freien Wähler in Bayern.

Bild: © Matthias Balk/dpa

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) fordert von seinem Kollegen im Bund eine neue Ausgestaltung der Strompreisbremse. In einem Brief an Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) verlangt er Ausnahmen bei der Erlösabschöpfung bei Stromlieferungen für Elektrolyseure, wie Aiwangers Ministerium mitteilte.

Aiwanger reagiert damit auf Probleme bei der Produktion von grünem Wasserstoff im oberfränkischen Wunsiedel. Bayerns größter Elektrolyseur mit einer Leistung von 8,75 Megawatt stehe wegen der neueingeführten Regelungen zur Abschöpfung von Überschusserlösen von Stromerzeugern vor großen Herausforderungen.

Legt Deutschland die Produktion lahm?

«Der Bund ruiniert mit dieser Systematik die Energiewende. Das muss dringend korrigiert werden», sagte Aiwanger. «Es kann doch nicht sein, dass wir in der ganzen Welt herumfahren und uns um Wasserstoffimporte bemühen, und zuhause legen wir die Wasserstoffproduktion lahm.»

Der in Wunsiedel geplante Direktvertrag mit einem Anbieter von Windstrom könne wegen der Ausgestaltung der Strompreisbremse nicht abgeschlossen werden. Denn der Stromanbieter muss mit einer Erlösabschöpfung rechnen, die anhand der hohen Preise an der Strombörse berechnet wird - selbst wenn er den Strom günstiger direkt an die Betreiber der Elektrolyseanlage verkaufen würde. Ohne günstigen Grünstrom, der über einen Direktvertrag geliefert wird, sei aber grüner Wasserstoff nicht herstellbar. (dpa/amo)

Lesen Sie weiter mit Ihrem ZFK-Abonnement

Erhalten Sie uneingeschränkten Zugang zu allen Inhalten der ZFK!

✓ Vollzugriff auf alle ZFK-Artikel und das digitale ePaper
✓ Exklusive Analysen, Hintergründe und Interviews aus der Branche
✓ Tägliche Branchen-Briefings mit den wichtigsten Entwicklungen

Ihr Abonnement auswählen

Haben Sie Fehler entdeckt? Wollen Sie uns Ihre Meinung mitteilen? Dann kontaktieren Sie unsere Redaktion gerne unter redaktion@zfk.de.

Home
E-Paper