Die Ostsee-Pipeline sei zu 94 Prozent fertig gestellt, heißt es seitens Gazproms.

Die Ostsee-Pipeline sei zu 94 Prozent fertig gestellt, heißt es seitens Gazproms.

Bild: © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Das am Donnerstag in Wismar ausgelaufene russische Verlegeschiff "Akademik Tscherski" soll für die Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 Rohre verlegen. Zunächst fahre es in Richtung Kaliningrad, um Tests durchzuführen, teilte die Projektgesellschaft am Donnerstag mit. Danach sei geplant, dass das Schiff die Pipelineverlegung in dänischen Gewässern aufnimmt. "Die Nord Stream 2 AG hat der Dänischen Schifffahrtsbehörde (DMA) die entsprechende Meldung übermittelt", hieß es.

Die "Akademik Tscherski" war in die Ostsee verlegt worden, nachdem Spezialschiffe einer Schweizer Firma Ende 2019 vom Bau der Pipeline abgezogen worden waren. Grund für den Rückzug waren Sanktionsdrohungen aus den USA. Zuletzt lag die "Akademik Tscherski" in Wismar, wo sie umgebaut wurde. Hier hatte zuvor auch schon die "Fortuna" gelegen, die derzeit in dänischen Gewässern Rohre für die Pipeline verlegt.

140 fehlende Leitungskilometer

Nach Angaben der Projektgesellschaft fehlen dem Doppelstrang noch rund 110 Leitungskilometer in dänischen und etwa 30 in deutschen Gewässern. Der Doppelstrang soll einmal 55 Milliarden Kubikmeter Erdgas jährlich von Russland nach Deutschland befördern. Das Projekt war zuletzt unter zunehmenden Druck geraten. Die USA hatten im Januar zum ersten Mal Sanktionen gegen ein am Bau beteiligtes Unternehmen verhängt. Betroffen ist das russische Unternehmen KVT-RUS, das das Verlegeschiff "Fortuna" betreibt. (dpa/amo)

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