Preem, Schwedens größter Hersteller von Kraftstoffen, spielt eine herausragende Rolle bei der Umstellung auf Wasserstoff.

Preem, Schwedens größter Hersteller von Kraftstoffen, spielt eine herausragende Rolle bei der Umstellung auf Wasserstoff.

Bild: © Adobe Stock/Thomas

Bayernets steht in den Startlöchern, um eine Infrastruktur für den Transport von Wasserstoff aufzubauen. Das Ergebnis der Marktabfrage „Wasserstoff Erzeugung und Bedarf“ im Rahmen des Netzentwicklungsplans Gas 2022-2032 zeige die wachsende Bedeutung von Wasserstoff und grünen Gasen für die Gasinfrastruktur, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Von den 500 Wasserstoffprojekten seien allein für den Freistaat Bayern 39 Projekte gemeldet worden. Die Fernleitungsnetzbetreiber unterstützten die H2-Projektträger und berücksichtigten die Meldungen in den Planungen zum Aufbau einer nationalen und europäischen Wasserstofftransportinfrastruktur. 

„Die Zahlen aus der Marktabfrage sind ein klares Signal: Alle Beteiligten sind bereit für den Aufbau einer umfassenden Wasserstoff-Wertschöpfungskette in Bayern und dabei werden wir mit unserer Infrastruktur einen substantiellen Beitrag leisten“, erläutret Bayernets-Chef Matthias Jenn in der Mitteilung. „Wir sind davon überzeugt, dass der leitungsgebundene Wasserstofftransport ein zentraler Baustein für eine erfolgreiche Energiewende in Europa sein wird.“ 

Keine IPCEI-Förderung

Zur Förderung der Wasserstofftechnologien und -systeme hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie Anfang 2021 ein Interessenbekundungsverfahren für „Important Projects of Common European Interest“ (IPCEI) der Europäischen Kommission gestartet. Bayernets hatte dort die Projektidee HyPipe Bavaria eingereicht, schaffte es aber nicht in die zweite Förderrunde.

Fernleitungsnetzbetreiber aus 19 EU-Staaten (inklusive Schweiz und Großbritannien) stellten im April 2021 ein überarbeitetes Konzept für eine reine Wasserstoff-Transportinfrastruktur für Europa vor. Schrittweise soll bis 2040 ein Netz von 39.700 km Wasserstoff-Transportleitungen mit ca. 70 % Umstellung bestehender Gasleitungen und ca. 30 % neuen Leitungen entstehen. Die Ergebnisse der Modellierung zeigen, dass der Aufbau einer europäischen Wasserstoffinfrastruktur einen energieeffizienten und wirtschaftlichen Transport großer Mengen von Wasserstoff über weite Strecken ermöglichen kann, ist man bei Bayernets überzeugt. 

Bayernets bleibt dran

Nach aktuellem Erkenntnisstand des European Hydrogen Backbone könnten Transportleitungen der Bayernets bereits bis 2035 auf Wasserstoff umgestellt und Bayern somit an die europäische Wasserstoff-Infrastruktur angebunden werden. Wasserstoff-Cluster in Burghausen und Ingolstadt könnten somit bereits in naher Zukunft realisiert und anschließend an den European Hydrogen Backbone angebunden werden, teilt Bayernets weiter mit. Die Projektidee HyPipe Bavaria werde man weiterentwickeln. (amo)

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