Der Gasverteilnetzbetreiber testet sein erstes Wasserstoff-BHKW aus.

Der Gasverteilnetzbetreiber testet sein erstes Wasserstoff-BHKW aus.

Bild: © malp/AdobeStock.com

Der Nationale Wasserstoffrat (NWR) hat aktualisierte Prognosen der Wasserstoffbedarfe in Deutschland vorgelegt. Die Bedarfe basieren auf Angaben der Branchen aus Prozessindustrie, Verkehrs- und Transportsektor sowie Strom- und Wärmemarkt und wurden anschließend durch den NWR plausibilisiert. Die Analyse gibt nach Überzeugung des Gremiums somit einen groben, aber validen Überblick über zu erwartende Mengen, die in Deutschland produziert oder importiert werden müssen.

Die Analyse zeigt, dass im Jahr 2030 bereits eine starke Nachfrage der Stahlindustrie und des Schwerlastverkehrs nach Wasserstoff zu erwarten ist. Die Bedarfe aller Sektoren werden für 2030 auf ca. 94 bis 125 TWh taxiert. Das Papier analysiert zudem den erwarteten Bedarf in den Jahren 2035, 2040 und 2045 und gibt einen Überblick über die steigende Nachfrage nach Wasserstoff während des Hochlaufs der Wasserstoffwirtschaft in den 2030er-Jahren. In der im Februar 2023 vorgelegten Prognose des NWR war noch von einem Maximalbedarf von 93 TWh die Rede.

„Defossilisierung oder Deindustrialisierung? Dazwischen müssen wir uns entscheiden in Deutschland. Und zwar nicht morgen, sondern heute. Wenn wir nicht Schlusslicht beim Wirtschaftswachstum der Industriestaaten bleiben wollen, müssen wir endlich beim Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft vorankommen. Scheitern wir hier in Deutschland, scheitern wir auch bei unseren Klimaschutzzielen“, sagt Uwe Lauber, Mitglied des NWR und Vorsitzender des Vorstands der MAN Energy Solutions. Er fordert eine „doppelte Trendwende“. Deutschland dürfe nicht Schlusslicht sein, sondern müsse erneut Lokomotive werden. „Beim Wirtschaftswachstum wie beim Klimaschutz. Beides gelingt nur im Verbund miteinander“, so Lauber. (amo)

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