Blühpflanzen können eine gute Ergänzung zu etabliertem Substrat für Biogasanlagen sein und zu deren Akzeptanz beitragen - und das obwohl sie deutlich weniger Methan liefern als Silomais. Das ist das Fazit eines auf drei Jahre angelegten Projekts des Nürnberger Energieversorgers N-Ergie zum Anbau von blütenreichen Pflanzen zur Produktion von Biogas.
Auf insgesamt 20 Hektar haben zehn Landwirte den „Veitshöchheimer Hanfmix“ der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau ausgesät. Aus dem Saatenmix aus insgesamt 30 heimischen Pflanzenarten entstanden mehrjährige Blühflächen, die Nektar und Pollen als Nahrung für Insekten lieferten. Die Pflanzen wurden für die Biogas-Erzeugung verwertet. Nach der Ernte bot die Nachblüte Nahrung für Insekten, wie zum Beispiel die Winterbiene.
Über die dreijährige Projektlaufzeit ergab sich pro Hektar eine durchschnittliche Erntemenge von 6,15 Tonnen Trockenmasse.
Positive Effekte für die Tierwelt
Dabei lieferte das Häckselgut zwischen 201 bis 248 Normkubikmeter (Nm3) Biogas. Die Ergebnisse liegen weit unter den Zahlen für herkömmliche Biogas-Pflanzen, beispielsweise Silomais. Allerdings zeigten sich laut Pressmitteilung positive Effekte für die Tierwelt: Feldbegehungen und Bildauswertungen hätten gezeigt, dass sich viele verschiedene Insekten auf den Blühflächen aufhielten. Ebenso nutzten Wildtiere die Felder intensiv als Rückzugsort und Nahrungsquelle.
Kooperationspartner der N-Ergie waren die Mittelfränkischen Gesellschaft zur Förderung erneuerbarer Energien und nachwachsender Rohstoffe e.V. (MER) und die Landwirtschaftlichen Lehranstalten in Triesdorf. Den kompletten Abschlussbericht finden Sie hier. (hoe)



