LNG-Schiffe dürften bald auch in Deutschland mehrere Möglichkeiten haben, Gas abzusetzen.

LNG-Schiffe dürften bald auch in Deutschland mehrere Möglichkeiten haben, Gas abzusetzen.

Bild: © Wojciech Wrzesien/AdobeStock

Das vom Bund geplante Flüssiggas-Terminal vor Lubmin bei Greifswald soll vom deutschen Energiekonzern RWE und der norwegischen Stena-Power betrieben werden. Dies erklärte das Bundeswirtschaftsministerium am Montag auf Anfrage. Die Inbetriebnahme ist demnach frühestens Ende 2023 vorgesehen. Zuvor hatte der NDR berichtet.

Im Norden sollen nach dem Willen der Bundesregierung vier LNG-Terminals entstehen, um unabhängiger von russischen Gaslieferungen zu werden. Das erste soll zum Jahreswechsel in Brunsbüttel in Betrieb gehen. Zwei weitere Anlande- und Umwandlungsstellen, die Flüssigerdgas von Tankern aufnehmen und gasförmig machen, sind in Stade und Wilhelmshaven vorgesehen.

Start des ersten Terminals noch in diesem Jahr

In Lubmin soll es nach den Planungen letztlich zwei Terminals für Flüssiggas geben. Ein erstes, privates Terminal der Firma Regas soll bereits am 1. Dezember 2022 den Betrieb aufnehmen. Das Unternehmen will jährlich 4,5 Milliarden Kubikmeter von Tankern angeliefertes Erdgas in das deutsche Netz einspeisen.

Dazu will das Unternehmen ein sogenanntes Regasifizierungsschiff im Industriehafen Lubmin stationieren und dort das Flüssig- in Erdgas umwandeln. Vom Liegeplatz seien es nur 450 Meter bis zum Fernnetz mit den Leitungen Eugal und Nel, so das Unternehmen.

Geringe Wassertiefe als Herausforderung

Eine Herausforderung ist die geringe Wassertiefe der Ostsee vor Lubmin. Die LNG-Tanker sollen deshalb vor dem Greifswalder Bodden in der Ostsee ankern. Dort wird das LNG den Regas-Plänen zufolge in kleinere Tanker umgeladen und nach Lubmin gebracht. Drei Shuttle-Schiffe seien dafür vorgesehen. Umweltbeeinträchtigungen gebe es den Angaben zufolge praktisch keine, da unter anderem die bestehende Infrastruktur genutzt würde.(dpa/amo)

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