Die VKU-Landesgruppe Nord hat ein neues Positionspapier für eine dezentrale und grüne Wasserstoffstrategie in Norddeutschland vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen Stadtwerke und andere kommunale Unternehmen. Mit dem Papier reagiere man darauf, dass die Ausgangslage der Kommunalwirtschaft in den Bereichen Erzeugung, Anwendungen und Potential zum Ausbau der Infrastruktur noch nicht ausreichend anerkannt werde, lässt sich der Landesgruppen-Vorsitzende Jürgen Schäffner in einer Mitteilung für die Presse zitieren.
Die bisherigen Wasserstoffstrategien in Norddeutschland würden richtige Schwerpunkte setzen, dennoch bestehe Nachholbedarf. So würden etwa die wirtschaftlichen Chancen nicht in vollem Umfang ausgeschöpft und zentrale Fragestellungen bleiben unbeantwortet, führt Schäffner weiter aus.
Potenziale der Kommunalwirtschaft in den Blick nehmen
Daher fordere man die Landespolitik im Norden mit dem neuen Strategiepapier dazu auf, das Thema Wasserstoff über die Landesgrenzen hinaus zu denken und dabei die großen Potentiale der Kommunalwirtschaft nicht außer Acht zu lassen. Denn sie vereine die sparten- und wertschöpfungsstufenübergreifende Aufstellung der Netze und Anlagen, das notwendige Knowhow sowie Absatz- und Erzeugungssektoren in einer Hand. „Wir unterstützen den Aufbau einer grünen und dezentralen Wasserstoffwirtschaft. Dazu bedarf es verlässlicher politischer Rahmenbedingungen, einer technologieoffenen und anwendungsorientierten Entwicklung sowie einer klaren Priorisierung der Anwendungsbereiche“, betont Schäffner.
Das Positionspapier gibt als Ziel eine Leistung von mindestens 5000 MW bis 2030 durch grünen Wasserstoff vor. Zudem spricht sich der VKU Nord für eine technologieoffene und anwendungsorientierte Entwicklung der Wasserstoffwirtschaft aus. Es brauche eine klare Priorisierung der Anwendungsbereiche. Auf lange Sicht müsse die bestehende Infrastruktur genutzt werden. (jul)
Das Strategiepapier kann hier eingesehen werden.



