Um Porzellan zu brennen, ist Erdgas notwendig - und das wird immer teurer.

Um Porzellan zu brennen, ist Erdgas notwendig - und das wird immer teurer.

Bild: © Adobe Stock/matousekfoto

Falsche Akzente in der Energiepolitik könnten Arbeitsplätze in der Porzellanindustrie vernichten. Das befürchten sowohl Unternehmer als auch Gewerkschaften. Der Grund: Die Porzellanherstellung ist CO2-intensiv.

Um Porzellan zu brennen, sei Erdgas notwendig, betont Benjamin Hannes, Gewerkschaftssekretär der IG Bergbau, Chemie, Energie für Nordostbayern. Zwar seien viele Betriebe schon modernisiert worden und hätten sehr energieeffiziente Öfen mit modernster Technik - aber auch hier sei nun einmal weiter der Einsatz von Erdgas nötig. Höhere Preise für den CO2-Ausstoß würden der Branche stark zu schaffen machen.

Umstieg auf Wasserstoff nur mit Förderung machbar

Ein Unternehmen wie Rosenthal mit Hauptsitz in Selb (Landkreis Wunsiedel) habe in den vergangenen zehn Jahren Millionenbeträge in Energieeinsparung und Umweltschutz investiert, sagt Firmenchef Mads Ryder. Kraft-Wärme-Kopplung, Abwärmenutzung, elektrische Bauteile mit höchstem Nutzungsgrad hätten zu Energieeinsparungen geführt. „Der Mittelstand in Deutschland muss mit Fördermaßnahmen zur Energiewende unterstützt werden“, sagt er. Die Bundesregierung müsse nun „schnell und unbürokratisch“ den Umstieg auf Wasserstoff fördern, so Ryder weiter.

In einer gemeinsamen Erklärung haben sich Unternehmen aus der Keramik- und auch der Textilbranche, Gewerkschaft und Betriebsräte aus der Region an die Bundespolitik gewandt, um eine deutlichere Entlastung zu fordern. Denn sonst sei zu befürchten, dass Stellen ins nahe Tschechien abwandern, betonte Hannes: „Es geht um den Erhalt der Arbeitsplätze.“ (amo)

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