In Brandenburg wird bereits der Mutterboden für die Verlegung der Eugal-Rohre abgetragen. Ein ähnliches Bild könnte sich bald in Sachsen bieten.

In Brandenburg wird bereits der Mutterboden für die Verlegung der Eugal-Rohre abgetragen. Ein ähnliches Bild könnte sich bald in Sachsen bieten.

© Gascade

Nachdem Brandenburg und Nord-Sachsen bereits vor wenigen Wochen ihre Teilabschnitte der Eugal-Leitung genehmigt haben, liegt nun auch der Planfeststellungsbeschluss für die Trasse durch Süd-Sachsen vor. Für den Baustart der gesamten Strecke, muss nun nur noch Mecklenburg-Vorpommern grünes Licht geben.

Eugal soll insgesamt 480 Kilometer von der Ostsee bis nach Deutschneudorf im Erzgebirge an der deutsch-tschechischen Grenze verlaufen. Rund 106 Kilometer der Gesamtstrecke liegen in Sachsen. Nachdem die Dienststelle Chemnitz der Landesdirektion Sachsen dem 54 Kilometer langen Teilabschnitt im Süden des Landes zugestimmt hat, sollen in den kommenden Wochen die Bauarbeiten beginnen.

55 Mrd. Kubikmeter schießen durch drei Bundesländer

Dafür bedarf es zunächst sämtlicher Vorbereitungsmaßnahmen – entlang der Trasse werden Baustellen eingerichtet und die anliegenden Straßen verkehrstechnisch gesichert und alsbald der Boden abgetragen. Die 47 000 Rohre wurden bereits vor Monaten nach Freiberg in Sachsen und nach Brandenburg geliefert und von dort aus nach und nach weiter verteilt. Die Verlegung des sächsischen Abschnitts wird voraussichtlich bis Ende 2019 dauern.

Gascade als künftiger Betreiber der Gasfernleitung rechnet in den kommenden Wochen auch in Mecklenburg-Vorpommern mit einem Entschluss im Planfeststellungsverfahren. Ende 2020 soll die Leitung mit einer Transportkapazität von rund 55 Mrd. Kubikmetern in Betrieb gehen und russisches Gas, das über Nord-Stream Europa erreicht, in den Südosten weiterleiten. (ls)

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