Ein Frachter für flüssiges Erdgas (LNG) liegt im Hafen von Rotterdam.

Ein Frachter für flüssiges Erdgas (LNG) liegt im Hafen von Rotterdam.

Bild: © Lex Van Lieshout/ANP/dpa

Ein Streik in einer Flüssiggasanlage in Australien hat den europäischen Gaspreis am Freitag nach oben getrieben. Am Vormittag kostete der richtungweisende Terminkontrakt TTF zur Auslieferung in einem Monat an der Börse in Amsterdam bis zu 36,20 Euro je Megawattstunde (MWh).

Das waren etwa elf Prozent mehr als am Vortag. Zuletzt lag der Preis bei 34,50 Euro.

Am Markt wurde auf einen teilweisen Streik in einer Anlage für Flüssiggas (LNG) des Energiekonzerns Chevron in Australien verwiesen. Die Auseinandersetzung zwischen der Gewerkschaft und den Unternehmen Chevron sowie Woodside läuft seit Wochen. Während mit Woodside mittlerweile eine Einigung erzielt wurde, gibt es mit Chevron nach wie vor Differenzen.

Australien beliefert vor allem Asien

Die europäischen Gasspeicher sind derzeit zwar gut gefüllt. Dennoch ist Europa auf stetige Lieferungen von Flüssiggas angewiesen. Australien beliefert in erster Linie den asiatischen Markt. Sollten diese Lieferungen aber ausfallen, könnten Europas Lieferanten einspringen und das Angebot hierzulande verknappen.

Der Preis für europäisches Erdgas liegt mittlerweile deutlich unter dem Niveau, das er im Zuge des russischen Krieges gegen die Ukraine erreicht hatte. Zeitweise wurden mehr als 300 Euro je Megawattstunde fällig. Russland hatte seine Gaslieferungen nach Europa stark gedrosselt, weshalb Ersatz gefunden werden musste. (dpa/pfa)

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