Blick auf den größten Gasspeicher bundesweit in Rehden (Niedersachsen).

Blick auf den größten Gasspeicher bundesweit in Rehden (Niedersachsen).

Bild: © Astora

Es ist bislang ein paradoxer Winterstart am Gasmarkt. Zwar sind die Temperaturen zu Wochenbeginn gefallen, weshalb wohl auch die Gaspreise wieder nach oben wanderten. So kostete der Frontmonat am Handelsplatz TTF am Dienstagnachmittag 122 Euro pro MWh – acht Euro mehr als am Vortag und 24 Euro mehr als noch am Freitag.

Zugleich parken vor Europas Westküsten noch immer LNG-Tanker in der Hoffnung, dass trotz Staus auch sie ihr Gas an Land bringen können – und zwar zu attraktiveren Preisen als zuletzt.

Ausspeicherungen bei Rehden

Deutschlands Gasspeicher haben vorerst jedenfalls keinen Bedarf mehr. Sie sind proppevoll und erreichten einen gerundeten Wert von 100 Prozent.

Fast voll ist inzwischen auch der größte Gasspeicher auf deutschem Boden im niedersächsischen Rehden. Der Höchststand hier: 94,8 Prozent. Allerdings wurde am Montagabend zum ersten Mal seit Anfang Juni wieder ausgespeist, weshalb der Füllstand am Dienstagmorgen entsprechend 94,7 Prozent betrug.

Verwirrung um US-Terminal Freeport

Verwirrung gab es zuletzt um das für Europa wichtige Exportterminal Freeport in Texas, USA, das wegen eines Brands seit Monaten ausfällt. Gerüchte über eine verzögerte Wiederinbetriebnahme geißelte der Betreiber vergangene Woche als "Falschinformation". Experten waren bislang davon ausgegangen, dass das LNG-Terminal diesen Monat mit einem Großteil seiner Kapazität an den Markt zurückkehrt.

Am Montag berichtete der US-Nachrichtendienst "Bloomberg" jedoch, dass das Unternehmen Käufern mitgeteilt habe, es werde geplante Schiffsladungen für November und Dezember wahrscheinlich streichen. Demnach stünden noch Reparaturarbeiten und behördiche Genehmigungen aus. Der Dienst bezog sich auf mit den Vorgängen vertraute, anonyme Quellen.

Gasspeicherumlage bleibt gleich hoch

Klarheit schuf der deutsche Gas-Marktgebietsverantwortliche THE, was die Zukunft der Gasspeicherumlage betrifft. Deren Höhe bleibt erst einmal gleich, sprich bei 0,59 Eur pro MWh oder 0,059 Cent pro kWh. Dieser Betrag gilt mindestens für die ersten sechs Monate 2023. Dann kann THE einen neuen Satz festlegen. (aba)

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