Deutschlands Gasspeicher haben das nächste gesetzlich vorgesehene Füllstandsziel frühzeitig geknackt. Nach Angaben der Transparenzplattform AGSI waren die Speicher am Dienstagmorgen im Durchschnitt zu 95,05 Prozent voll. Das Gasspeichergesetz sieht einen verpflichtenden Füllstand von mindestens 95 Prozent erst für den 1. November vor.
Über das Wochenende war das Einspeichertempo wieder gestiegen. Am Samstag und Sonntag kamen jeweils 0,16 und 0,17 Prozentpunkte dazu. Am Montag waren es weitere 0,10 Prozentpunkte. Zuvor waren die Einlagerungen fast zum Erliegen gekommen. Seit Monatsbeginn wurden insgesamt lediglich 3,9 Terawattstunden (TWh) eingespeist. Das entsprach einem Plus von 1,3 Prozentpunkten.
Rehden zu 97 Prozent voll
Stand Montagmorgen waren mit Harsefeld (75 Prozent) und Lesum (74 Prozent) lediglich zwei kleine Speicher zu weniger als 80 Prozent voll. Beide Anlagen liegen in Norddeutschland und werden von der Engie-Tochter Storengy betrieben.
Der Großteil wies dagegen Speicherfüllstände von mehr als 90 Prozent auf. Rehden, der mit Abstand größte Gasspeicher auf deutschem Boden, war zu 97 Prozent voll.
Preiskorrektur auf Gasmarkt
Die gute Lage am Speichermarkt sendete am Dienstag erneut beruhigende Signale in einen zuletzt flatterhaften Gasmarkt. Auch die Aussicht auf weiterhin warme Tage voraus wirkten preisdrückend.
Der Preis für den Liefermonat Oktober drehte sich nach Tagen des Aufschwungs am Dienstag wieder in die andere Richtung. Während der Megawattstundenpreis am Montagabend bei 44 Euro schloss, notierte er am Nachmittag darauf bei 39 Euro.
Februarkontrakt bei 50 Euro pro MWh
Deutlich teurer blieben die Produkte für den kommenden Winter. Der Dezemberkontrakt Dec-23 notierte bei 46 Euro pro MWh, der Februarkontrakt Feb-24 bei 49 Euro pro MWh. (aba)



