Die Temperaturen in Deutschland sind winterlich kühl, doch noch werden die Gasspeicher kaum als Reserve gebraucht. Tatsächlich wurde vergangenes Wochenende netto sogar zwei Tage in Folge geringfügig eingespeichert, wie Daten des Branchendiensts AGSI zeigen. Demnach betrug der aggregierte Füllstand aller deutschen Gasspeicher zuletzt 98,88 Prozent.
Drei der fünf größten Speicherbetreiber Deutschlands – Uniper, VNG und EWE – meldeten Füllstände von rund 100 Prozent. Der größte Gasspeicher Deutschlands im niedersächsischen Rehden, betrieben von der Sefe-Tochter Astora, lag bei 93 Prozent.
Gasversorgung "stabil"
Netto weiter eingelagert wurde zudem in Österreichs Gasspeicher. Der Füllstand hier betrug zuletzt 95 Prozent. Insbesondere die an der bayerischen Grenze gelegenen Großspeicher Haidach und Seven Fields gelten als wichtige Reserve für die Gasversorgung Süddeutschlands.
Die Bundesnetzagentur schätzt auf Ihrer Website die Gasversorgung weiterhin als "stabil" an. Nur einer der fünf ausgewählten Indikatoren, die Temperaturprognose, wechselte am Montag ins Feld "angespannt". Grund dafür ist, dass die vorhergesagte Temperatur für diese Woche 0,68 Grad Celsius unter dem Durchschnitt der vergangenen vier Jahre liegt. "Es ist daher mit einem Mehrverbrauch zu rechnen", teilt die Bundesbehörde mit.
Gaspreis klettert nach oben
Der Gaspreis für den Frontmonat marschierte derweil inmitten kalter Wettervorhersagen und schwächerer Windstromprognosen am Dienstag von 124 auf mehr als 130 Euro pro MWh nach oben. Am teuersten war am Dienstagnachmittag der Februarkontrakt, der 135 Euro pro MWh kostete. (aba)



