Wer treibt den CO2-Preis in immer neue Höhen? Diese Frage könnten neuen ICE-Daten befeuern.

Wer treibt den CO2-Preis in immer neue Höhen? Diese Frage könnten neuen ICE-Daten befeuern.

Bild: © bantersnaps/Unsplash

Nicht nur der Gaspreis scheint im ersten Halbjahr auf immer neue Höhen geklettert zu sein. Auch die am Spotmarkt gehandelten Mengen gingen im Vergleich zum Vorjahr deutlich nach oben.

Die EEX, Europas größte Energiebörse, vermeldete für das deutsche Marktgebiet NCG einen Zuwachs von 40 Prozent. 177 TWh seien in den ersten sechs Monaten gehandelt worden.

Mehr Regel- und Ausgleichsenergie gehandelt

Im Marktgebiet Gaspool sei der Spothandel um 32 Prozent gestiegen. Hier wurde ein Gesamtvolumen von 117 TWh errechnet.

Die EEX nennt auf ZfK-Nachfrage unter anderem Wettereinflüsse im ersten Quartal als Faktor, der eine Rolle gespielt haben könnte. "Der Winter war etwas kälter als erwartet, deswegen wurde mehr Regel- und Ausgleichsenergie über unsere Plattform gehandelt", teilt eine Sprecherin mit.

Langer Winter treibt Nachfrage

Zudem habe es positive Impulse in Erwartung der für Oktober angedachten Marktzusammenlegung von Gaspool und NCG in das neue gesamtdeutsche THE-Gebiet gegeben.

Tatsächlich war das Halbjahr geprägt von einem strengen, langen Winter, der die Nachfrage nach Gas nach oben trieb.

Fast 38 Euro pro MWh Gas

Dazu kamen hohe LNG-Preise im asiatischen Raum, deutsche Gasspeicher, die zwischendurch nur noch zu einem Viertel gefüllt waren, und nach oben schnellende CO2-Preise, die einen Brennstoffwechsel von Kohle zu Gas in der Stromproduktion begünstigten.

Noch Anfang Juli lag der Gaspreis im NCG-Marktgebiet bei fast 38 Euro pro MWh. Seitdem hat der Kurs etwas nachgelassen. Am Montag notierte der Gaspreis bei 34,44 Euro pro MWh. (aba)

Täglich aktualisierte Energiedaten und -grafiken finden Sie zudem hier im ZfK-Datenraum, der in Kooperation mit Energy Brainpool befüllt wird.

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