Der russische Gaskonzern Gazprom sieht in blauem Wasserstoff offensichtlich großes Potenzial.

Der russische Gaskonzern Gazprom sieht in blauem Wasserstoff offensichtlich großes Potenzial.

Bild: © Gazprom

Russlands Gasriese Gazprom will sich offenbar als weltweit führender Exporteur von blauem Wasserstoff positionieren.

Die Produktion von blauem Wasserstoff im Land sei bereits heute möglich, berichtet der russische Staatssender "Russia Today". Dabei würden die Kosten auf etwa zwei US-Dollar pro Kilogramm geschätzt. Das entspricht etwa 1,70 Euro.

Zukunft mit blauem Wasserstoff

Der Sender bezieht sich auf Aussagen des Gazprom-Export-Abteilungsleiters Sergej Komlew, die dieser in einer Hauszeitschrift des Gaskonzerns getätigt haben soll.

Russland könne seine Exportpositionen auf dem europäischen Markt halten, indem es auf emissionsfreien, aus Erdgas hergestellten blauen Wasserstoff umstelle, führte er laut "Russia Today" aus.

Konkurrenz mit Ukraine?

Dies wirke sich positiv auf den Ruf des Gassektors aus, stoppe den Prozess der Entwertung von Gasprodukten und führe zu einer verantwortungsvollen Finanzierung von Projekten im Bereich dekarbonisierten Erdgases.

Russland könnte damit in Konkurrenz zur Ukraine treten. Bislang profitierte die Ukraine als wichtiges Transitland für russisches Gas auf dem Weg nach Europa. Mit Fertigstellung der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2, die Russland und Deutschland auf direktem Weg verbindet, könnte die Bedeutung des osteuropäischen Landes jedoch deutlich abnehmen.

2,5 TWh Wasserstoff bis 2030

Deshalb will die Ukraine künftig mit der Produktion grünen Wasserstoffs punkten, das sie über das bestehende Pipelinenetz in die EU transportieren will. Bereits bis 2030 könnten so 2,5 TWh Wasserstoff nach Europa exportiert werden. (aba)

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