Blick in den VNG-Handelsraum: Auch der Leipziger Gashändler engagiert sich bei den gemeinsamen Gasausschreibungen, die die EU-Kommission angestoßen hat.

Blick in den VNG-Handelsraum: Auch der Leipziger Gashändler engagiert sich bei den gemeinsamen Gasausschreibungen, die die EU-Kommission angestoßen hat.

Bild: © VNG

Das Interesse an gemeinsamen Gaseinkäufen in der EU steigt sowohl bei Unternehmen als auch bei Lieferanten. In einer zweiten Ausschreibungsrunde gaben 25 Gaslieferanten Angebote mit einem Volumen von 15 Mrd. Kubikmetern Gas ab, wie die EU-Kommission in Brüssel am Donnerstag mitteilte.

Von den EU-Staaten waren zuvor gemeinsam 16 Mrd. Kubikmeter nachgefragt worden. Für ein Volumen von knapp zwölf Mrd. Kubikmetern seien Unternehmen und Lieferanten zusammengeführt worden, hieß es von der Kommission. Die Unternehmen könnten nun die Lieferverträge direkt mit den Gaslieferanten aushandeln.

25 Gaslieferanten in erster Runde

Die EU-Länder hatten vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs im vergangenen Jahr beschlossen, gemeinsam Gas zu kaufen, um Unternehmen stabilere Preise zu sichern und die Gasspeicher wieder aufzufüllen. Außerdem soll vermieden werden, dass sich die EU-Staaten gegenseitig überbieten.

In der ersten Runde der gemeinsamen Einkäufe im Frühling hatten bis Mitte Mai 25 Gaslieferanten Angebote mit einem Volumen von 13,4 Milliarden Kubikmetern Gas abgegeben. Damit war die gemeinsame Nachfrage der EU-Staaten von 11,6 Milliarden Kubikmetern übertroffen worden.

Dritte Runde nach Sommerpause

Europäische Unternehmen können in den Ausschreibungsrunden ihren Gasbedarf auf einer Plattform anmelden. Anschließend wird die Gesamtmenge auf dem Weltmarkt ausgeschrieben.

Internationale Gaslieferanten – mit Ausnahme russischer Firmen – sind dann aufgefordert, Angebote für die Belieferung der europäischen Kunden einzureichen. Die dritte Runde des gemeinsamen Gaseinkaufs soll nach der Sommerpause durchgeführt werden. (dpa/aba)

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