So könnte der modulare Container zur nachhaltigen Methanolherstellung aussehen.

So könnte der modulare Container zur nachhaltigen Methanolherstellung aussehen.

Bild: © Creative Quantum

Ein interdisziplinäres Team aus Chemikern und Ingenieuren entwickelt in den kommenden drei Jahren eine Chemiefabrik in Containergröße, die hocheffizient Methanol aus Wasser, Kohlendioxid und erneuerbaren Energien produziert. Damit sollen in einigen Jahren kleine und mittelständische Unternehmen sowie regionale Versorger dezentral und umweltfreundlich Methanol herstellen können.

Die geplante Chemiefabrik in Containergröße soll laut einer Mitteilung der Projektpartner zeigen, dass Methanol um Größenordnungen schneller und energieeffizienter aus nachhaltigen Quellen hergestellt werden kann als bisher. Ein weiteres Ziel der Projektpartner ist es, die Technologie so zu gestalten, dass Methanol zu wettbewerbsfähigen Preisen an Orten hergestellt werden kann, wo günstiger Strom auf lokale CO2-Emissionen trifft.

Viele Anwendungsbereiche

So könnten in der Vision der E4MeWi-Partner, wie das Projekt offiziell heißt, Windkraft- und Müllverbrennungsanlagen oder Solarenergie- und Biogasanlagen für eine neue Wertschöpfung zusammengeführt werden, die in eine nachhaltige Rohstoffquelle für die chemische Industrie mündet. Der Mobilitätssektor ist ein weiterer Zielmarkt für grünes Methanol, das als Treibstoffzusatz eingesetzt oder für Brennstoffzellen verwendet werden kann.

Der Forschungsverbund besteht aus den Startups CreativeQuantum und Ineratec sowie dem Leibniz-Institut für Katalyse und der Ruhr-Universität Bochum und dem Chemiepark Bitterfeld-Wolfen. Das Projekt wird seit dem 1. November 2020 für drei Jahre mit insgesamt 2 Millionen Euro vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert. (amo)

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