Mehr Klarheit für Erdgas-Kunden: Die Bundesnetzagentur hat für Oktober 2021 neue Regelungen festgesetzt.

Mehr Klarheit für Erdgas-Kunden: Die Bundesnetzagentur hat für Oktober 2021 neue Regelungen festgesetzt.

Bild: © Rainer Sturm/pixelio.de

Trotz kälterer Temperaturen im Herbst können Verbraucher auf niedrige Energiekosten hoffen. Aktuell befänden sich die Heizölpreise auf einem Zehnjahrestief, teilten die Vergleichsportale Check24 und Verivox am Wochenende mit. Im September kosteten 2000 Liter Heizöl nach Check24-Angaben im Schnitt 770 Euro. «Aufgrund der Corona-Pandemie und der damit einhergehenden schwachen Weltkonjunktur sind die Energiepreise 2020 deutlich gesunken, dazu kommt seit Juli der niedrigere Mehrwertsteuersatz», sagte Lasse Schmid, Geschäftsführer Energie bei Check24.

Verivox-Energieexperte Thorsten Storck mahnte aber, die Lage könne sich zum Jahreswechsel ändern. «Im kommenden Jahr wird der CO2-Aufpreis dann Heizöl deutlich teurer machen.» Deutschland führt 2021 einen Preis für Kohlendioxid aus dem Straßenverkehr und Heizungen ein: Dann müssen Unternehmen, die Benzin, Diesel, Heizöl und Erdgas in Verkehr bringen, Verschmutzungsrechte kaufen. Geplant ist ein Festpreis von 25 Euro je Tonne CO2, der dann schrittweise steigt.

Unterschiedliche Entwicklungen beim Gas

Noch sind derzeit auch die Gaspreise auf niedrigem Niveau. Der Durchschnittspreis sei im Laufe des Jahres um 7,4 Prozent gefallen, unter Berücksichtigung der niedrigeren Mehrwertsteuer sogar um 9,7 Prozent, so Storck. «Allerdings ist die Entwicklung sehr unterschiedlich. Die Grundversorger haben ihre Preise im Jahresverlauf stabil gehalten, Preissenkungen und Erhöhungen halten sich die Waage.» Zwar kauften Gasversorger derzeit günstig ein. Doch wegen des absehbaren CO2-Aufpreises für Gas warteten viele noch ab, «und nicht alle Anbieter geben die Senkungen weiter». (dpa/hoe)

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