Der Winter kann kommen: Die Versorgungssicherheit beim Gas dürfte Deutschland in den kommenden Monaten kein Problem bereiten.

Der Winter kann kommen: Die Versorgungssicherheit beim Gas dürfte Deutschland in den kommenden Monaten kein Problem bereiten.

Bild: © Uschi Dreiucker/Pixelio

Stadtwerke können seit Dienstag ihren Unternehmenskunden mit dem neuen Produkt "Gas2Go Sales" der Gasversorgung Süddeutschland (GVS) Fahrpläne in Kilowatt-Granularität mit bis zu vier Jahren Laufzeit anbieten. Das geht aus einer Pressemitteilung des Unternehmens hervor. Fahrpläne sind nichtstandardisierte Energielieferungen, deren energetische Leistung über den Lieferzeitraum gemäß einer vorher hochgeladenen Kurve schwankt.

Die Vorteile von "Gas2Go Sales" fürs Stadtwerk zählt die GVS folgendermaßen auf:

  • Es kann stets konkurrenzfähige Endpreise bieten, die sich zusammensetzen aus großhandelsnahen Echtzeitpreisen und vorher in einem geschützten Bereich individuell eingestellten Risikozuschlägen, Netzentgelten und Vertriebsmargen. Preistreibende Bindefristzuschläge werden durch die Sofortabschluss-Option überflüssig. Durch die "Marktpreise" als Basis werde auch der Gang zu Vergleichsportalen obsolet, so die GVS.
  • Das Wiedereindeckungsrisiko fällt weg, da das Stadtwerk das Gas umgehend nach dem Abschluss-Klick zu dem angeklickten Marktpreis von der GVS bekommt.
  • Das Tool sei einfach bedienbar.
  • Es fielen nur "geringe" Prozess- und Vertriebskosten an.

Vorerst Deckel bei 50 Mio. kWh

Von "Gas2Go Sales" gibt es zwei Varianten:

  • eine Web-Oberfläche, von der aus der Stadtwerke-Key-Accounter im Kundengespräch von seinem Tablet aus beraten, anbieten und sofort abschließen kann
  • oder als White Label Produkt auf der Stadtwerke-Website. Der Industriekunde kann dort auch in der Nacht und an Wochenenden Preise abfragen und Abschlüsse tätigen.

Die GVS begrenzt das Volumen in der Startphase auf 50 Mio. kWh. Über die Philosophie hinter "Gas2Go Sales" hat Helmut Kusterer, GVS-Vertriebsleiter Dienstleistungen, in der ZfK-Druckausgabe, die am Dienstag erscheint, auf Seite 27 einen kurzen Gastbeitrag veröffentlicht. Die Druckausgabe und die ZfK+-Meldungen sind nur im Abo erhältlich (hier entlang). (geo)

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