Viele Ventile, viele Rohre, viele Tanks: am Rostocker Hafen entsteht ein neues LNG-Terminal

Viele Ventile, viele Rohre, viele Tanks: am Rostocker Hafen entsteht ein neues LNG-Terminal

Bild: © ed_danilow/stock.adobe.com

Die deutschen Fernleitungsnetzbetreiber investieren in den kommenden zehn Jahren 6,9 Mrd. Euro in den Ausbau der Gasinfrastruktur. Das zeigt der Netzentwicklungsplan Gas 2018-2028 (NEP 2018), den die Unternehmen in der finalen Fassung der Bundesnetzagentur vorgelegt haben.

Der NEP 2018 umfasst 155 Maßnahmen. Das Leitungsnetz wird um 1364 km erweitert, zudem werden 499 MW Verdichterleistung zugebaut. Die im Vergleich zum NEP 2016 zusätzlichen Maßnahmen stehen größtenteils im Zusammenhang mit der Marktabfrage und Auktion "More Capacity".

Änderungsverlangen der Bundesnetzagentur im Zusammenhang mit der Trans Europa Naturgas Pipeline (TENP) seien vollständig umgesetzt worden. Diese hätten zunächst das Investitionsvolumen um rund 172 Mio. Euro erhöht. Ein Abschnitt der TENP, die in den 70er Jahren gebaut wurde, ist derzeit außer Betrieb, weil Korrosionsschäden festgestellt wurden. Durch Herausnahme und Kostenanpassungen einiger anderer Maßnahmen habe sich das Volumen wiederum um rund 199 Mio. Euro verringert.

Sektorkopplung bietet großes Potenzial

Das ambitionierte Ziel, die Zunahme der Erderwärmung auf unter zwei Grad zu begrenzen, stehe weiterhin im Fokus der weltweiten Energiepolitik, heißt es im NEP. Die Fernleitungsnetzbetreiber seien überzeugt, dass die Gasinfrastruktur einen wesentlichen Beitrag für die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende in Deutschland leisten könne. Sektorkopplung, also die intelligente Verbindung der Gas-, Strom-, Wärme- und Mobilitätsstrukturen, bietet ein großes Potenzial dafür. Die solide ausgebaute Gasinfrastruktur könne zukünftig als Transport- und Speichersystem für regenerativ erzeugtes Gas dienen und ersetze so langfristig fossile und CO2-intensive Energieträger. (wa)

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