Forscher am ZSW-Teststand für alkalische Druckelektrolyse-Blöcke mit einer elektrischen Leistung bis rund 100 KW

Forscher am ZSW-Teststand für alkalische Druckelektrolyse-Blöcke mit einer elektrischen Leistung bis rund 100 KW

Bild: © ZSW

Am Standort Landkreis Wunsiedel i. Fichtelgebirge soll die deutschlandweit größte Produktion von "grünem Wasserstoff" auf der Basis der Elektrolyse entstehen. Eingesetzt werden soll er in der Mobilität, aber auch regionale Firmen sollen ihn nutzen können. Projektpartner sind die SWW Wunsiedel, Siemens, Rießner-Gase und der Landkreis. Die Wasserstoffpläne werden vom Bundesverkehrsministerium mit Geldern aus dem Projekt HyExpert gefördert.

Bis Ende des Jahres wollen die Projektpartner nun ein konkretes Konzept erarbeiten, wie die Wasserstoffproduktion und -nutzung im Landkreis in der Praxis aussehen wird. Dieses soll erneut beim Bundesverkehrsministerium eingereicht werden, was im Idealfall Investitionen von bis zu 100 Millionen Euro ermöglichen könnte.

Landrat: "Riesenchance für den Landkreis"

"Ich sehe das als Riesenchance für die Zukunft unseres Landkreises. Die Produktion und Nutzung von Wasserstoff macht uns unabhängig von globalen Märkten. Wie wichtig das sein kann, hat uns die Corona-Krise aktuell aufgezeigt. Der Weg zur Wasserstoffregion bringt den Bürgern und Bürgerinnen im Landkreis Sicherheit im Bezug auf die Energieversorgung", sagte Landrat Peter Berek bei der jüngsten Sitzung des Kreisausschusses.

SWW-Geschäftsführer Marco Krasser hatte zuvor das Thema "grüner Wasserstoff" und die damit verbundenen Perspektiven präsentiert. "Um ein stimmiges Konzept entwickeln zu können, müssen wir jetzt alle Kräfte bündeln", appellierte Krasser an die anwesenden Bürgermeister und Kreisräte. "Für ein stimmiges Konzept brauchen wir die Mitarbeit, die Ideen und Bedarfe auch aus Ihren Kommunen."

Gut für Klimaschutz und lokale Wirtschaft

Ein überzeugendes Konzept soll einerseits die Energiewende und den Klimaschutz voranbringen, aber vor allem in der jeweiligen Region Investitionen auslösen, die durch die Förderung aus dem HyPerformer-Fördertopf angeschoben werden können. Denkbar sind hier der Bau von Anlagen zur Produktion und Speicherung, aber auch Tankstellen oder die Umrüstung ganzer Fahrzeugflotten in Betrieben, auf der Straße oder der Schiene.

Technisch geht die Region bereits in diesem Jahr mit dem Bau des ersten Elektrolyseurs in Wunsiedel den ersten Schritt. (amo)

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