LNG-Schiffe dürften bald auch in Deutschland mehrere Möglichkeiten haben, Gas abzusetzen.

LNG-Schiffe dürften bald auch in Deutschland mehrere Möglichkeiten haben, Gas abzusetzen.

Bild: © Wojciech Wrzesien/AdobeStock

Mehr Flüssigerdgas denn je wurde vergangene Woche nach Europa geliefert. Nach Angaben des Branchendienstes Montel kamen 4,4 Mrd. Kubikmeter an europäischen Häfen an. Das waren 0,1 Mrd. Kubikmeter mehr als in der Vorwoche. Montel beruft sich auf Schiffsdaten der Analysefirma Kpler.

Demnach waren Häfen in Frankreich und Großbritannien mit je elf und neun Schiffsladungen die Hauptadressen von LNG-Tankern. Auch Flüssigerdgaslieferungen in die Türkei flossen in die Auswertung ein.

Gasimporte am Sonntag bei Spitzenwert

Die für Deutschland wichtigen LNG-Terminals in Nordfrankreich, Belgien und den Niederlanden speisten in den vergangenen Tagen nahezu auf Volllast aus. Allein die Rotterdamer Großanlage pumpte von Mittwoch bis Sonntag fast 500 GWh täglich ins Netz. Maximal wären 515 GWh pro Tag möglich.

Mit 3,4 TWh Gas pro Tag erreichten die deutschen Gasimporte am Sonntag den höchsten Wert seit einem Monat, wie von der Bundesnetzagentur aufbereitete Daten zeigen. Gleichzeitig sanken die Gasexporte auf 237 GWh.

Gaspreise fallen weiter

Seitdem hat sich die Lage auf dem Gasmarkt sichtlich entspannt, auch weil die Windstromproduktion wieder deutlich anzog und auch die Temperaturen in Deutschland nach oben kletterten. So setzten die Gaspreise am Dienstag ihren Abwärtstrend fort, kostete die Megawattstunde am Handelsplatz TTF für den Monat Januar zwischenzeitlich nur noch 100 Euro. Preisdämpfend wirkte zudem der in der Europäischen Union beschlossene Preisdeckel von 180 Euro pro MWh.

Die mildere Witterung machte sich zuletzt auch bei den deutschen Gasspeichern bemerkbar. Am Sonntag fiel der aggregierte Füllstand aller Anlagen um 0,35 Prozentpunkte auf insgesamt 87,6 Prozent. Das erste Mal seit 5. Dezember wurde netto weniger als 1 TWh den Speichern entnommen. (aba)

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