Die russische Exklave Kaliningrad wird künftig über LNG-Schiffe mit Gas versorgt.

Die russische Exklave Kaliningrad wird künftig über LNG-Schiffe mit Gas versorgt.

Bild: © vladsv/Adobe Stock

Der belgische Gasinfrastrukturspezialist und LNG-Terminalbetreiber Fluxys wird neuer Partner der Hanseatic Energy Hub GmbH, die das Flüssigerdgas-Terminal (LNG) in Stade entwickelt. Fluxys werde Gesellschafter, sagte der Geschäftsführer des Hanseatic Energy Hub, Manfred Schubert.

"Wir waren auf der Suche nach einem erstklassigen industriellen Partner, der sich an der Entwicklung des Terminals beteiligt und dieses langfristig betreibt. Mit Fluxys haben wir diesen Partner gefunden."

Fluxys-Gruppe betreibt schon zwei LNG-Terminals

Die genaue Höhe der Anteile steht noch nicht fest. Fluxys werde aber nicht Mehrheitsgesellschafter. Der Einstieg steht noch unter Vorbehalt der Fusionsbehörden.

Die Fluxys-Gruppe zählt 1200 Mitarbeiter. Sie betreibt über Tochterfirmen Pipelines von 9000 Kilometern Länge sowie zwei LNG-Terminals in Dünkirchen (Frankreich) und Zeebrügge (Belgien).

Kritik von Umweltschützern

Hanseatic Engergy Hub will nach Worten Schuberts im Juni bei den Behörden in Hannover die kompletten Genehmigungsunterlagen für Bau und Betrieb des Terminals abgeben. An dem Standort soll bis 2026 ein LNG-Terminal mit zwei großen Lagertanks und einer Verdampfungsanlage entstehen, in der das flüssige und tiefkalte LNG wieder in Gas umgewandelt wird. Das Projekt sieht Investitionen von 800 Millionen Euro vor.

Umweltschützer kritisieren das Vorhaben und halten es aus schifffahrts- und umweltrechtlichen Gründen für nicht-genehmigungsfähig. Das Wirtschaftsministerium in Hannover sieht das Projekt positiv, auch weil es den unmittelbaren Zugang zum Chemiekonzern DOW Chemical Company gebe und so bestehende Synergien genutzt werden könnten. (dpa/ab)

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