Ingo Wagner (links) von Deutsche Regas und Jerome Cousin von Total Energies geben sich nach der Unterzeichnung eines Eckpunktepapiers für ein schwimmendes LNG-Terminal in Lubmin die Hand.

Ingo Wagner (links) von Deutsche Regas und Jerome Cousin von Total Energies geben sich nach der Unterzeichnung eines Eckpunktepapiers für ein schwimmendes LNG-Terminal in Lubmin die Hand.

Bild: © Bernd Wüstneck/dpa

Lubmin im Nordosten von Mecklenburg-Vorpommern, bekannt als Anlandepunkt der Pipeline Nord Stream 1, soll Standort für ein deutsches LNG-Terminal werden.

Die Unternehmen Deutsche Regas und Total Energies unterzeichneten am Mittwoch eine Vereinbarung über Installation und Betrieb eines sogenannten schwimmenden LNG-Terminals im Industriehafen. Schon im Dezember soll erstes LNG in Gasform umgewandelt und ins deutsche Netz eingespeist werden können.

"Gute Nachricht für Deutschland"

Die Pläne seien "eine gute Nachricht für Deutschland", sagte Michael Kellner (Grüne), Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, bei einem Treffen mit den Investoren in Rostock. Der Wirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, Reinhard Meyer (SPD), sagte, man unterstütze die Pläne ausdrücklich auch mit dem Blick auf den kurzfristigen Zeitplan.

Konkret plant die Deutsche Regas, bis zu 4,5 Mrd. Kubikmeter Erdgas jährlich in das deutsche Fernleitungsnetz einzuspeisen. Das schwimmende LNG-Terminal soll dabei von Total Energies kommen. Das Projekt soll laut Investoren zunächst ohne staatliche Finanzierung auskommen.

Rostock vorerst raus

Der Rostocker Hafen kommt unterdessen vorerst als möglicher Standort zur Anlandung von LNG nicht mehr infrage. Laut Meyer habe eine Studie ergeben, dass unter derzeitigen Bedingungen weder Rohöl noch LNG angelandet werden könne.

Es soll dennoch die Anlandung mit einem schwimmenden Terminal weiterverfolgt werden. "Das wird aber nicht sofort geschehen können." Angedacht sei dies für eine sogenannte zweite Phase der LNG-Versorgung für Deutschland nach entsprechenden Vorarbeiten.

Weitere LNG-Terminalprojekte

Infolge des Kriegs in der Ukraine will die Bundesregierung Deutschland unabhängiger von russischen Energielieferungen machen und setzt unter anderem auf LNG-Importe. LNG-Terminalpläne gibt es auch in Wilhelmshaven, Stade (Niedersachsen) und Brunsbüttel.

Am weitesten vorangeschritten ist das Projekt in Wilhelmshaven. Hier hat Energiekonzern Uniper nach eigener Aussage bereits mit dem Bau begonnen. (dpa/aba)

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