Die Gaskosten für einen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden sind laut einer Erhebung von Verivox auf Jahressicht um 28,2 Prozent gestiegen.

Die Gaskosten für einen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden sind laut einer Erhebung von Verivox auf Jahressicht um 28,2 Prozent gestiegen.

Bild: © Ilya Rumyantsev/Adobestock

Der Anstieg der Gaspreise und Energiesparappelle zeigen offensichtlich Wirkung: In München ist der Gasverbrauch im November im Vergleich zu den Vorjahren stark gesunken, wie die Münchner Stadtwerke am Mittwoch mitteilten.

Privathaushalte und mittelständische Firmen verbrauchten demnach 20 Prozent weniger Erdgas als anhand der Temperaturen und nach den Daten der Vorjahre 2018 bis 2021 zu erwarten gewesen wäre. Die Industrie reduzierte demnach ihren Verbrauch sogar um knapp 29 Prozent.

 

Für die Haushalte und die mittelständischen Betriebe ist die Analyse laut Stadtwerken «temperaturbereinigt», was bedeutet, dass der Einfluss des Wetters herausgerechnet wurde. In der Industrie spielen die Außentemperaturen ohnehin eine geringere Rolle, da Gas hauptsächlich für die Produktion und weniger für das Heizen benötigt wird.

SWM-Chef verzichtet auf Prognose für den Rest des Winters

Daten für den Gasverbrauch außerhalb Münchens haben die Münchner Stadtwerke naturgemäß nicht, doch gab es in den Vormonaten bereits Analysen, dass Bürger und Unternehmen bundesweit sparen. Angesichts der Ungewissheiten des Wetters gab SWM-Vorstandschef Florian Bieberbach aber keine Prognose ab, dass der Gasverbrauch auch im restlichen Winter so stark sinken könnte: «Ob und wie sich längere oder extreme Kälteperioden auf das Verbrauchsverhalten auswirken, ist noch nicht abschätzbar.» (dpa/hoe)

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