So könnten die Stadtwerke Nienburg bald Wasserstoff als Treibstoff produzieren und auf den Markt bringen.

So könnten die Stadtwerke Nienburg bald Wasserstoff als Treibstoff produzieren und auf den Markt bringen.

Bild: © SW Nienburg

Die Stadtwerke Nienburg (Niedersachsen) wollen künftig selbst Wasserstoff produzieren und anbieten. Geplant seien eine Hybridfabrik und eine eigene Wasserstofftankstelle, teilt das zwischen Bremen und Hannover gelegene Kommunalunternehmen mit.

Grundlage der Überlegungen ist eine Machbarkeitsstudie der Stadtwerke. Demnach kann das Vorhaben, in das mehr als fünf Millionen Euro investiert werden sollen, "betriebswirtschaftlich, energie- und ordnungspolitisch" funktionieren.

CO2-Einsparung von 266 Tonnen

Das Konzept sieht vor, das Gas im Hybridwerk mittels Elektrolyse zu erzeugen. Den grünen Strom dafür sollen zwei Windkraftanlagen und ein Solarpark liefern. In unmittelbarer Nachbarschaft soll eine Wasserstofftankstelle entstehen.

Die Stadtwerke wollen schon in der ersten Ausbaustufe genügend grünen Treibstoff produzieren, um den Jahresbedarf von zwei Buslinien und mehreren Lastwagen zu decken. Das allein soll zu einer jährlichen CO2-Einsparung von etwa 266 Tonnen führen.

Unterstützung aus Niedersachsen

Betreiber des öffentlichen Nahverkehrs und heimische Speditionen hätten bereits deutliches Interesse signalisiert, ihre Flotten auf Wasserstoffbetrieb umzustellen, teilt der Kommunalversorger mit. Auch auf Landesebene sei das Interesse groß. Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies habe seine Unterstützung zugesagt.

Erst Anfang Oktober sprach sich die niedersächsische Landesregierung für einen schnellstmöglichen Aufbau einer grünen Wasserstoffwirtschaft als zentralen Beitrag "zu mehr Klimaschutz und Schaffung von zukunftsfähigen Arbeitsplätzen" aus. Nach eigenen Angaben fördert sie bereits jetzt Pilot- und Demonstrationsvorhaben mit 75 Millionen Euro aus Corona-Investitionsmitteln. (Die ZfK berichtete.)

Staatliche Förderung

Auch die Stadtwerke Nienburg hoffen jetzt auf Fördermittel vom Land Niedersachsen. Dadurch ließe sich die Produktion überhaupt erst mittelfristig wirtschaftlich gestalten, teilen sie mit. (ab)

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